Verkauf für 300 Mill. Dollar
Japaner übernehmen Isuzu-Anteile von GM

Vor knapp zwei Wochen hatte der angeschlagene US-Autokonzern General Motors bekannt gegeben, sich von seiner Beteiligung am japanischen Wettbewerber Isuzu Motors trennen zu wollen. Am Dienstag machten die Amerikaner das Geschäft perfekt. Die Anteile kommen in bekannte Hände.

HB DETROIT. Die beiden an Isuzu beteiligten japanischen Handelshäuser Mitsubishi Corp. und Itochu Corp. übernehmen den 7,9-prozentigen Anteil, teilte GM am Dienstag mit. Die beiden Unternehmen hatten bereits bei der Ankündigung des Verkaufs gesagt, sie erwögen die Anteilsübernahme. Seitdem liefen die Gespräche.

General Motors befindet sich in einer tiefgreifenden Umstrukturierung und will den Verkaufserlös für den Umbau in Nordamerika verwenden. Die Beteiligung an Isuzu Motors sei im Jahr 2002 abgeschrieben worden, so dass der Buchgewinn beim vollen Kaufpreis von 300 Mill. Dollar (248 Mill. Euro) liege.

Das Geld kann der US-Autobauer gut gebrauchen, hatte er doch im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von 10,6 Mrd. Dollar eingefahren. Der nach Stückzahlen weltgrößte Pkw-Produzent hat vor allem in den USA Marktanteile an asiatische Konkurrenten verloren. Mit der Entlassung zehntausender Mitarbeiter und Werksschließungen in Nordamerika soll das Unternehmen wieder rentabel werden.

An der seit 35 Jahren bestehenden strategischen Geschäftsallianz zwischen GM und Isuzu mit Projekten in mehr als 90 Ländern werde sich durch den Verkauf jedoch nichts ändern, hatte der US-Konzern Ende März gesagt. Seit 1971 kooperien die Unternehmen im Lastwagenbau.

In Asien hat sich GM bereits vor dem Isuzu-Verkauf von Beteiligungen getrennt. Er stieß Aktien des Subaru-Mutterkonzerns Fuji Heavy Industries sowie von Suzuki ab. Für ersteres Geschäft bekam GM 300 Mill. Euro, für letzteres 1,67 Mrd. Euro. An Suzuki hält GM jetzt noch 3 Prozent; auch die Partnerschaft beim Bau von Autos wird fortgesetzt.

Mit Isuzu ist die Verbindung noch intensiver. Im Oktober 2005 hatte das US-Unternehmen seinen 40-Prozent-Anteil am gemeinsamen Lastwagen-Geschäft in Australien komplett an die Japaner abgetreten. Ähnliches sollte laut Medienberichten in Südafrika passieren. Ziel war es, dass sich Isuzu zum zentralen Lastwagenbauer für den General-Motors-Konzern aufschwingt. Das sollte dem defizitären US-Autoriesen ermöglichen, sich aufs Pkw-Geschäft zu konzentrieren. Was aus diesen Plänen nun wird, ist unklar.

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