Verkauf in Erwägung gezogen
ImClone sucht Zukunftschancen

Die US-Investmentbank Lazard wurde beauftragt, alle Optionen für die amerikanische Biotechnologiefirma ImClone Systems zu prüfen. Ein Verkauf, eine Fusion oder eine strategische Allianz werden in Erwägung gezogen. An der Börse wurden die Pläne der Firma honoriert.

HB NEW YORK. „Nach einer Überprüfung des Geschäfts, der Produkte, des Anlagevermögens und der derzeitigen strategischen Position hat der Vorstand entschieden, dass es nun angebracht ist, einen externen Prozess anzustoßen, um Wege zur Erhöhung des Unternehmenswerts zu erkunden“, erklärte der künftige ImClone-Interimschef Joseph Fischer am Dienstag. Fischer, Vorstandsmitglied seit 2003, tritt die Nachfolge von Interimschef Philip Frost an. Dieser war seinen Posten erst im November angetreten, nachdem Konzern-Chef Daniel Lynch das Unternehmen verlassen hatte.

Das Stühlerücken im Management kam in Zeiten schleppender Umsätze mit dem Krebsmittel Erbitux, für das der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte außerhalb der USA und Kanada besitzt.

Im vierten Quartal 2005 schrieb das Biotechunternehmen nach einem Verlust im Vorjahr wieder schwarze Zahlen. Der Nettogewinn lag bei 13,1 Mill. Dollar nach einem Minus von 13,2 Mill. Dollar. Den Gewinn je Aktie bezifferte ImClone mit 15 Cent nach einem Verlust je Anteilsschein von 16 Cent. Im Vorjahr hatten hohe Kosten für einen Vergleich bei Sammelklagen das Ergebnis belastet. Der Umsatz ging im abgelaufenen Quartal allerdings auf 98,2 Mill. Dollar von 107,3 Mill. Dollar im Jahr zuvor zurück.

Bei Erbitux, an dem ImClone entsprechend einer Marketingvereinbarung mit Bristol-Myers Squibb mit 39 Prozent an den Erlösen beteiligt ist, lag der Umsatz im Schlussquartal bei 121,2 Mill. Dollar. 47,3 Mill. Dollar davon gehen an ImClone.

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