Verkauf möglich
Altana braucht eine starke Schulter

Der Bad Homburger Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana sucht einen Partner für seine Pharmasparte, Verkauf nicht ausgeschlossen. Das hat das Unternehmen erstmals bestätigt. Grund ist, dass es bei neuen Medikamenten Probleme gibt.

HB FRANKFURT. Entsprechende Angaben aus einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD) seien richtig, sagte ein Firmensprecher am Montagmorgen: „Ich bestätige den Brief an die Mitarbeiter und die darin enthaltenen Zitate von Schweickart.“ Die Zeitung zitiert aus einem internen Schreiben an die Mitarbeiter, in dem Vorstandsvorsitzender Nikolaus Schweickart erklärt, dass Altana „in den nächsten Monaten sehr gezielt potenzielle Pharmapartner ansprechen wird“.

Laut FTD wäre Altana auch bereit, die Mehrheit an der Pharmasparte abzugeben oder das Geschäft gar ganz zu verkaufen. Altana-Chef Schweickart schließt lediglich den Verkauf an einen Erwerber aus, der nur auf Zerschlagung aus ist. Das schreibt er in dem Brief an die Mitarbeiter. Das "Wall Street Journal" hatte über die Verkaufspläne schon am 18. Oktober berichtet.

Schweickart schreibt in dem Brief weiter, dass es im Rahmen der Allianz auch zu einer Veränderung der Aktionärsstruktur kommen dürfte. „Ohne eine solche ist eine strategische Allianz schwer vorstellbar.“ An der Altana AG hält die Quandt-Erbin und BMW-Großaktionärin Susanne Klatten bisher 50,1 Prozent.

Hintergrund für die Überlegungen sind offenbar Probleme beim Medikamentenprogramm. Der Patentschutz des Magenmittels Pantoprazol - das Top-Medikament der Pharmasparte - läuft in Europa und in den USA in den Jahren 2009 und 2010 aus. Bei den neuen Hoffnungsträgern, den Atemwegsmitteln Alvesco und Daxas, hatte es zuletzt Rückschläge gegeben. So hatte die US-Gesundheitsbehörde vor der Zulassung von Alvesco erst weitere Daten verlangt. Zudem war die Partnerschaft mit Pfizer bei Daxas geplatzt. Schweickart räumt in dem Schreiben ein, dass Alvesco nicht so gut angelaufen sei wie erwartet; bei Daxas verzögere sich die Zulassung. Daher müsse das Unternehmen zum einen fremdes Know- how zukaufen, zum anderen sich für einen strategischen Partner öffnen.

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