Verkauf von Juganskneftegas ist "Diebstahl"
Yukos-Aktionär wehrt sich gegen Ausverkauf

HB BERLIN. Die Ankündigung der russischen Regierung, die Yukos-Beteiligung an der Produktionstochter Juganskneftegas zu veräußern, stößt auf Widerstand. Der Yukos-Hauptaktionär Group Menatep hat eine Beschwerde bei der russischen Justiz eingereicht. Group Menatep beruft sich dabei auf die Energie-Charta - ein internationales Abkommen, das Investitionen und Investoren der Energiewirtschaft schützen soll.

«Wir sprechen über die Enteignung unseres Besitzes», zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax den Menatep-Chef Tim Osborne. «Wir werden unseren Besitz mit allen juristischen Mitteln schützen», kündigte er an. Osborne sprach von einem «von der Regierung organisiertem Diebstahl».

Am Freitag hatte die für die Verwaltung staatlichen Besitzes zuständige Behörde die für den 19. Dezember geplante Versteigerung von 76,79 Prozent der Juganskneftegas-Anteile bekannt gegeben. Mit dem Erlös sollen Steuerschulden des Ölkonzerns Yukos getilgt werden. Das Mindestgebot solle bei 8,6 Milliarden Dollar liegen.

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