Verkauf von Siemens Enterprise Networks steht unmittelbar bevor
Siemens-Sparte verliert 7 000 Stellen

Mit einem einschneidendem Stellenabbau will die Siemens AG den letzten Teil ihres einstigen Telefon-Reichs verkaufsfähig machen. Nach Informationen des Handelsblatts aus Konzernkreisen wird das Geschäftsfeld Siemens Enterprise Networks (SEN), in dem das Geschäft für Telefonanlagen für Firmenkunden gebündelt ist, knapp 7 000 Stellen verlieren.

DÜSSELDORF. Heute hat SEN noch 17 500 Stellen. Weltweit werden 4 000 Stellen gestrichen, etwa 3 000 Mitarbeiter sollen bei Partnern oder anderweitig im Konzern untergebracht werden.

Am stärksten vom Jobabbau betroffen sind die deutschen SEN-Standorte, in denen insgesamt etwa 6 200 Beschäftigte tätig sind. Davon will Siemens selbst 2 000 abbauen, etwa 1 000 deutsche Mitarbeiter will der Konzern bei Partnern oder intern unterbringen. Für den Stellenabbau sollten in erster Linie natürliche Fluktuation, Verkäufe und andere sozialverträgliche Maßnahmen genutzt werden, hieß es aus Unternehmenskreisen. Morgen will Siemens das Projekt auf einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses auch den Betriebsräten erläutern.

Die Neuausrichtung der Sparte, die seit Januar von Finanzchef Joe Kaeser verantwortet wird, gilt als überfällig. SEN ist das Überbleibsel des vor einigen Jahren noch größten Siemens -Bereiches Com. Der Kommunikationsbereich, der auch im Mittelpunkt der Korruptionsaffäre von Siemens steht, war durch den raschen technologischen Wandel Anfang des neuen Jahrtausends in die Krise geraten. Daher hatte Siemens erst seine Handy-Sparte an BenQ verkauft und später das Netzausrüstungsgeschäft in ein Joint-Venture mit Nokia (NSN) eingebracht.

Vor allem die Erfahrungen mit BenQ haben Siemens nach Angaben aus Konzernkreisen dazu veranlasst, nun die Firmenkundensparte selbst zu sanieren, ehe sie verkauft wird. SEN steht seit Jahren auf der Verkaufsliste, gilt aber immer noch nicht als wettbewerbsfähig.

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