Verkaufsgerüchte
Opel-Betriebsrat fordert von GM Dementi

Angesichts der Verkaufsspekulationen um Opel hat der Betriebsrat die US-Konzernmutter General Motors zu einem klaren Bekenntnis zu seiner deutschen Tochter aufgefordert.
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BerlinDie Konzernleitung in Detroit müsse die in den Medien kursierenden Verkaufspläne „ohne wenn und aber“ dementieren, teilte der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel, mit. Dies erwarteten die Mitarbeiter in Europa. „Pflaumenweiche Erklärungen helfen weder den Belegschaften noch dem Ruf unserer Produkte.“ Opel sei für GM auch als Entwicklungsschmiede wichtig. Die Verkaufsspekulationen seien geschäftsschädigend. Deswegen müsse unbedingt geklärt werden, ob sie bewusst in Umlauf gebracht worden seien, verlangte Einenkel.

Zwei Jahre nach dem letztlich doch abgesagten Opel-Trennung von GM waren am Donnerstag nach Medienberichten wieder Gerüchte über einen Verkauf aufgekommen. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke wies die Berichte als „reine Spekulation“ zurück. Die GM-Zentrale in Detroit hat dazu bisher geschwiegen. In Konzernkreisen hieß es, dass GM unzufrieden mit den Fortschritten bei Opel sei. Konzernchef Dan Akerson spiele alle Alternativen durch, um die Schlagkraft des Europageschäfts zu erhöhen. Dazu gehöre sowohl die Möglichkeit einer Allianz mit einem anderen europäischen Autobauer als auch ein Zusammengehen mit einem chinesischen Partner. Ein Verkauf sei wegen der engen Verflechtung unwahrscheinlich.

Einem Medienbericht zufolge hat aber bereits der chinesische Autokonzern BAIC Interesse an Opel signalisiert. „Laut Firmenkreisen hat der Mutterkonzern GM bereits ein Angebot erhalten“, schrieb „Welt Online“ am Freitag. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte GM aufgefordert, schnell Klarheit für Opel und die Mitarbeiter zu schaffen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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