Verkaufspläne aufgegeben
Thyssen-Krupp behält Federn-Bereich

Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp hat die Verkaufspläne für seine Auto-Federn-Sparte zu den Akten gelegt. Der Bereich soll nun mit dem Stoßdämpfer-Geschäft zusammengeführt werden.

HB FRANKFURT. „Wir haben unsere Verkaufsaktivitäten für den kompletten Bereich eingestellt“, sagte ein Sprecher des Konzerns am Freitag. Im Bereich Nutzfahrzeug-Federn habe Thyssen zwei Werke an die zur österreichischen Frauenthal-Gruppe gehörenden Styria Federn GmbH, abgegeben. Der Restbereich Federn, hauptsächlich für PkWs, werde mit dem Stoßdämpfergeschäft des Konzerns, der Bilstein-Gruppe, zusammengeführt. Damit entstehe ein Geschäftsbereich mit rund 700 Mill. € Umsatz und 4400 Mitarbeitern.

Eigentlich hatte Thyssen im Zuge seiner Konzentration auf das Kerngeschäft Stahl das Federn-Geschäft abgeben wollen. Im Februar war der Verkauf an den Finanzinvestor HgCapital aber geplatzt. Von mehreren Interessenten für das Federn-Geschäft war zuletzt nur noch HgCapital übrig geblieben.

Die beiden an Styria Federn verkauften Werke in Portugal und Rumänien stellten hauptsächlich Blattfedern für Nutzfahrzeuge her, teilte Thyssen mit. Rund 560 Beschäftigte erwirtschafteten dort einen Umsatz von rund 45 Mill. € pro Jahr. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Mit Federn für Autos setzt Thyssen früheren Angaben zufolge mit insgesamt 2800 Mitarbeitern rund 350 Mill. € um. Thyssen-Krupp zählt zu den weltweit größten Autozulieferern.

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