Verkaufspläne dementiert
Märklin ist nicht zu haben

Der weltgrößte Modellbahn-Hersteller Märklin steht nach Angaben von Geschäftsführer Paul Adams derzeit nicht zum Verkauf.

HB GÖPPINGEN. Der Das Göppinger Familienunternehmen wies damit am Freitag einen Bericht des Hamburger „Manager-Magazins“ zurück, in dem spekuliert worden war, Finanzinvestoren könnten Märklin innerhalb kürzester Zeit aufkaufen. Kontakte zu potenziellen Investoren gebe es „im Sinne des Unternehmens, unserer Mitarbeiter und der Märklin-Eigentümer“, räumte der Märklin-Chef allerdings ein.

Adams sagte, der Umsatz des Traditionshauses werde im Geschäftsjahr 2005 noch einmal niedriger ausfallen als im Geschäftsjahr 2004 mit 143 Mill. Euro. „Allerdings erwirtschaftet Märklin nach wie vor einen leicht positiven Ertrag. Das zeigt die Stärke der Marke, das zeigt den Erfolg der Restrukturierung“, betonte der Märklin-Chef.

Mit der vor drei Jahren begonnenen Restrukturierung sei das Unternehmen gut im Plan. „Wir sind solide finanziert und haben kein Problem mit Banken“, sagte Adams. Meldungen, nach denen das Unternehmen derzeit Schulden in Höhe von 60 Mill. Euro habe, seien falsch: Das entspreche in etwa der Kreditlinie, aber bei weitem nicht den Verbindlichkeiten.

Das 1859 gegründete Unternehmen, zu dem auch die Trix-Modelleisenbahnen und der Modellbahnen-Welt-Verlag gehört, befindet sich komplett in Familienhand. Seit Jahren aber sinken die Umsätze. Die Mitarbeiterzahl ging parallel dazu durch die aktuelle Restrukturierung von 2075 auf 1460 zurück. Vor allem Gameboys und Videospiele verdrängen zunehmend das traditionelle Miniatur-Spielzeug aus den Kinderzimmern. Zudem setzt der Discounthandel dem Premiumanbieter zu, der immer noch über 90 Prozent seiner Artikel zu hohen Kosten in Europa fertigen lässt. Erst im November räumte Aldi ein Modellbahn-Starterset für unter 70 Euro ins Regal; Märklin konterte bei Plus und Penny mit Startpaketen für 79,95 Euro.

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