Verkehrstechnik-Konzern
Vossloh will der Krise trotzen

Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh zeigt sich unbeeindruckt vom weltweiten Konjunkturabschwung. "Wir werden die überdurchschnittlichen und zum Teil neuen Marktchancen ergreifen, die sich in Asien, Nordafrika, Russland und den USA bieten", sagte Vorstandschef Werner Andree im sauerländischen Werdohl. "Aber auch in Europa sehen wir weiterhin Wachstumspotenzial."

HB WERDOHL. "Aber auch in Europa sehen wir weiterhin Wachstumspotenzial", sagte Andree. In diesem Jahr strebt Vossloh einen Umsatz von 1,165 Mrd. Euro an, im kommenden Jahr sollen es bereits 1,291 und im übernächsten Jahr 1,379 Mrd. Euro sein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll annähernd mitwachsen: Von 135 über 138 auf 151 Mio. Euro. Beim Überschuss rechnet Vossloh allerdings im kommenden Jahr mit einer kleinen Delle wegen einer höheren Steuerquote.

"Zur Stärkung unserer Marktpositionen und für mehr Wachstum werden wir eine Investitions-Offensive starten", kündigte Vorstandschef Andree an. Standorte sollen erweitert und modernisiert sowie neue Produkte entwickelt werden. Als Beispiel nannte er Lokomotiven. Durch mehr Modellvielfalt erhofft sich Vossloh auch einen höheren Absatz. Wie hoch das Investitionsprogramm ausfallen soll, ließ Andree offen.

Vossloh profitiert weltweit von der Wiederentdeckung der Schiene. Das Unternehmen fertigt Weichen und Schienenbefestigungen sowie Diesellokomotiven und Nahverkehrstechnik. Besonders aus China kamen zuletzt große Aufträge für Hochgeschwindigkeitsstrecken. Der Auftragsbestand lag Ende September bei knapp 1,2 Mrd. Euro.

Die Aktien von Vossloh haben am Donnerstag zwischen Gewinnen und Verlusten geschwankt und daher unentschlossen auf die angehobenen Ziele der Unternehmensführung reagiert. Die Titel verloren bis 11.20 Uhr 0,07 Prozent auf 68,91 Euro, nachdem sie zeitweise bis auf 70,99 Euro gestiegen waren. Der MDax gewann 2,67 Prozent auf 5.311,68 Punkte. Analysten äußerten sich jedoch nicht nur positiv zum neuen Ausblick.

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