Verlängertes Leben
Airbus macht Jets fit

Der Airbus A 320, bislang erfolgreichstes Kurz- und Mittelstreckenflugzeug des europäischen Flugzeugbauer-Konsortiums im Luft- und Raumfahrt-Konzern EADS, soll länger am Himmel bleiben als bisher geplant. Der Flugzeugbauer will seine A-320-Familie technisch aufrüsten - und Ermüdungsversuche von Flugzeugbauteilen durchführen lassen.

DÜSSELDORF. Der seit 20 Jahren weltweit eingesetzte Flugzeugtyp, der Basis einer weithin baugleichen Flugzeug-Familie mit den Modellen A 319, A 320 und A 321 ist, soll durch technische Aufrüstungen so fit gemacht werden, dass sich seine Lebensdauer auf 120 000 Flugstunden verdoppelt, teilte Airbus mit. Mehr als 3 300 Jets der Familie seien bereits an über 200 Fluggesellschaften ausgeliefert, 2 300 weitere seien bestellt.

Für die Airlines bedeute das Erneuerungsprogramm, dass sie das Flugzeug noch weitere Jahrzehnte einsetzen können oder bei einem Verkauf gebrauchter Maschinen höhere Preise erzielen, sagt Airbus. Wettbewerber Boeing hat von dem Konkurrenzmodell, der seit den 60-er Jahren vieltausendfach fliegenden Boeing 737, immer neue, technisch modernisierte Versionen entwickelt.

Bei der Erweiterung des Lebenszyklus der A 320, die in den 80-er Jahren als erstes Passagierflugzeug statt mit der zuvor üblichen elektromechanischen Steuerung der Ruder mit einem Rechner gesteuerten System ausgestattet wurde, sind die Ingenieure der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG) in Ottobrunn bei München maßgeblich beteiligt. Die Analyse- und Testeinrichtung für Luftfahrttechnik sicherte sich den Auftrag, zwei große "Ermüdungsversuche" im Zusammenhang mit der A 320 durchzuführen. Wie das Unternehmen mitteilte, beginnt zum Jahresbeginn der Aufbau der entsprechenden Versuchsanordnungen in Ottobrunn. In ihnen werden in Strukturtests Flugzeug-Bauteile im Zeitraffer den Belastungen einer längeren Lebensdauer unterzogen. Die IABG begleitet die Entwicklung der A 320 seit den Anfängen. Am Standort Dresden testete sie zudem die Lebenserwartung der A 380, des größten Passagierflugzeugs der Welt, dessen erste Maschinen im Dienst von Singapore Airlines zwischen dem Stadtstaat und Sydney pendeln. In Dresden werden, so die IABG, auch Strukturtests für das geplante Militärtransportflugzeug A 400 Mvorbereitet.

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