Verlängerung der Schwarzmeer-Leitung
Gazprom plant Pipeline nach Südeuropa

Der russische Gaskonzern Gazprom will Süd- und Osteuropa mit einer neuen Pipeline an sein Gasnetz anbinden. Das Projekt mit dem Arbeitstitel South European Gaspipeline (SEGP) habe zum Ziel, die Länder der Region mit Gas aus Russland und anderen Förderstaaten direkt zu beliefern, bestätigte ein Sprecher gestern. In das Projekt solle die geplante Schwarzmeer-Gaspipeline zwischen Russland und der Türkei eingebunden werden.

HB/juf BUDAPEST. Der weltgrößte Gaskonzern versucht derzeit, seine Absatzkanäle zu vergrößern, um das Verkaufsvolumen zu steigern und neue Kunden zu erreichen. Das Projekt in Südeuropa ähnelt der geplanten Ostsee-Pipeline, die Gazprom zusammen mit BASF und Eon bauen will. Zudem beteiligen die Russen sich an einer Pipeline, die die Niederlande mit Großbritannien verbindet.

Ungarns Wirtschaftsminister Janos Koka sagte nach einem Treffen mit Gazprom-Chef Alexej Miller, der russische Konzern wolle das Projekt gemeinsam mit dem ungarischen Ölkonzern Mol in Angriff nehmen. Das Investitionsvolumen für die Verlängerung der Schwarzmeer-Leitung liege bei rund fünf Mrd. Euro. Der Bau der Pipeline, die durch Serbien, Kroatien und Italien führen soll, werde in fünf Jahren abgeschlossen sein. Die bislang geplante Schwarzmeer-Pipeline sollte ursprünglich 1200 Kilometer lang sein und in der Türkei enden.

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