Verlagerung nach Europa
Altria flüchtet mit Zigaretten-Produktion aus den USA

Der Tabakkonzern Altria organisiert angesichts des nachlassenden Zigarettenkonsums in den USA seine Produktion neu.

dpa-afx NEW YORK. Die Herstellung von Zigaretten, die für den Markt außerhalb der USA bestimmt sind, bislang aber noch in den Vereinigten Staaten gefertigt werden, solle nach Europa verlagert werden, teilte der Konzern am Dienstag in New York mit. Die Produktionsverlagerung zieht den Angaben nach unter anderem die Schließung eines Werks in Cabarrus (North Carolina) und Einschnitte bei einer Produktionsstätte in Richmond (Virgina) bis Ende 2010 nach sich. Insgesamt rechnet Altria mit Belastungen in Höhe von rund 670 Mill. Dollar vor Steuern.

Philip Morris USA wird den Angaben nach im zweiten Quartal eine Vorsteuerbelastung von 325 Mill. Dollar oder 0,10 Dollar je Aktie verbuchen. Weitere 50 Mill. Dollar würden dann nochmal im Verlauf des Jahres anfallen. Die Kosten entstehen in erster Linie durch den Abbau von Stellen. Allein in dem vor dem Aus stehenden Werk in Cabarrus arbeiten 2 500 Mitarbeiter. Die Mehrheit der Beschäftigten dürfte aber in Richmond eine neue Stelle finden, sagte der Chef von Philip Morris USA, Mike Szymanczyk.

Auf der anderen Seite rechnet der Konzern durch die Maßnahmen mit Einsparungen, die sich bis 2011 auf 335 Mill. Dollar jährlich belaufen sollen. Durch die neuen Produktionspläne dürften vom dritten Quartal 2008 an jährlich rund 57 Mrd. Zigaretten mehr in Europa produziert werden.

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