Verlagerungen der Industrieproduktion
BDI-Chef sieht Grenzen der Abwanderung ins Ausland

Die Verlagerung deutscher Industrieproduktion ins Ausland stößt nach den Worten des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, an ihre Grenzen.

DÜSSELDORF. „Meiner Meinung nach wird die Verlagerung von Teilen oder auch kompletten Unternehmen in Niedriglohnländer nicht im selben Tempo weitergehen, wie wir das in den letzten Jahren erlebt haben“, sagte Thumann dem Handelsblatt. Der Anteil der industriellen Fertigung am Bruttoinlandsprodukt von derzeit knapp einem Viertel werde sich langfristig zwar noch verringern. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich die Zahl noch halbieren wird.“

Thumann betonte die wichtige Rolle von Forschung und Entwicklung für den Standort Deutschland, kritisierte aber zugleich die schlechten Rahmenbedingungen hier zu Lande. „Gemessen an der Zahl der Patente, sind wir nach den USA zwar Vizeweltmeister. Wir sind dabei aber in Branchen stark, die wenig Wachstum versprechen.

In der Hochtechnologie ist unsere Forschung dagegen schwach“, sagte Thumann. In vielen Fällen stimmten die Rahmenbedingungen für Forscher nicht, etwa im Bereich Pharma, wo viele Hochbegabte ins Ausland abgewandert sind. In den USA, England und Japan seien die Bedingungen einfach besser als bei uns, sagte Thumann.

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