Verletzung der Adhoc-Pflicht
Börsenaufsicht nimmt Adidas unter die Lupe

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) untersucht, ob Adidas bei der Bekanntgabe seiner Kapitalerhöhung gegen die Veröffentlichungspflicht verstoßen hat.

HB MÜNCHEN. „Wir schauen uns an, ob Adhoc-Pflichten verletzt wurden“, sagte eine Sprecherin der Bafin am Freitag. Adidas hatte am Donnerstagabend bekannt gegeben, zur teilweisen Finanzierung der Übernahme des US-Konkurrenten Reebok sein Kapital erhöhen zu wollen. Kurz zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ ein Interview mit Adidas-Chef Herbert Hainer veröffentlicht, im den Hainer die Kapitalerhöhung angekündigt hatte.

Adidas will mit dem Kauf von Reebok sein Nordamerika-Geschäft stärken und den Abstand zu Branchenprimus Nike verringern.

An der Börse hatte es bereits den Tag über Spekulationen über eine Kapitalerhöhung gegeben. In Reaktion darauf hatte Adidas betont, dass eine Kapitalerhöhung eine Möglichkeit zur Finanzierung sei, eine Entscheidung aber noch nicht gefallen sei.

Innerhalb weniger Stunden platzierte Adidas am Freitag 4,53 Millionen neue Aktien zu einem Preis von jeweils 143 Euro und erlöste damit 648 Millionen Euro.

Adidas war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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