Verlust für 2003 nicht ausgeschlossen
Loewe leidet unter Konsumunlust

Der Hersteller von Unterhaltungselektronik Loewe schließt angesichts einer anhaltend schwachen Nachfrage für das Gesamtjahr 2003 nun einen Verlust nicht mehr aus.

Reuters KRONACH. Wegen der Konsumflaute und Problemen bei seinem Italiengeschäft hatte das Unternehmen aus dem fränkischen Kronach schon nach einem schwachen ersten Geschäftsquartal seine Ertragsprognose für das laufende Jahr deutlich gesenkt.

Wahrscheinlich könne 2003 entgegen bisheriger Ankündigungen kein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreicht werden, teilte das im Kleinwertesegment SDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. „Die deutliche Kaufzurückhaltung der Kunden bei Produkten der Unterhaltungselektronik hat sich insbesondere im hochwertigen und hochpreisigen Segment verstärkt und wird sich wahrscheinlich bis zum Jahresende nicht mehr deutlich beleben“, begründete Loewe seine Skepsis.

Die bisherige Planung, den Umsatz auf Vorjahresniveau zu halten und ein Ebit von über zehn Mill. € zu erreichen, sei daher nicht mehr realistisch. In den ersten sechs Monaten des Jahres sei der Konzernumsatz von Loewe um 25 % auf 132 Mill. € geschrumpft, vor Zinsen und Steuern sei daher ein Verlust von 9,2 Mill. € aufgelaufen.

Trotz erwarteter Impulse durch die Internationale Funkausstellung, neue Produkte und positive Effekte eines umfangreichen Sparprogramms müsse damit gerechnet werden, „dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2003 unter dem Vorjahreswert liegen wird, so dass wahrscheinlich kein positives Ebit erreicht werden kann.“ Im vergangenen Jahr hatte Loewe noch einen operativen Gewinn von 20,5 Mill. € erzielt.

Die Aktie von Loewe hatte in den vergangenen Monaten bereits deutlich an Wert verloren und notiert derzeit nur noch bei knapp elf Euro.

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