Verlust halbiert
Leica holt mit Systemkameras auf

Dank einer Aufholjagd in der Digitalfotografie macht der angeschlagene Kamerahersteller Leica weitere Schritte aus der Krise. Das Unternehmen hatte die Entwicklung der Digitalfotografie lange verschlafen.

HB FRANKFURT. In dem Ende März abgelaufenen vergangenen Geschäftsjahr steigerte das Traditionsunternehmen den Umsatz um 16 Prozent auf 106,7 Mill. Euro, wie Leica Camera am Dienstag im hessischen Solms bekannt gab. Der Verlust halbierte sich auf 9,2 Mill. Euro. Belastend wirkten sich vor allem die auf 6,8 Mill. Euro gestiegenen Kosten für den Konzernumbau aus.

Die Erlöse mit so genannten Systemkameras - also Fotoapparaten, bei denen sich Objektive wechseln lassen - erhöhten sich um zwölf Prozent. Bei diesen Geräten setzt Leica verstärkt auf die Kombination herkömmlicher Fototechnik mit den neuen digitalen Speichermöglichkeiten. Das Geschäft mit den komplett digitalen Kompaktkameras wuchs um 6,6 Prozent. Als Hauptwachstumstreiber erwies sich der Bereich Ferngläser, dessen Umsatz um ein Fünftel zulegte. Mehr als 80 Prozent seines Geschäfts macht Leica mittlerweile im Ausland.

Zu den Geschäftserwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2006/2007 äußerte sich Leica nicht. „Mittelfristig wollen wir in die Gewinnzone zurückkehren“, sagte ein Firmensprecher. Anfang des Jahres hatte Leica noch angekündigt, dieses Ziel 2006/2007 zu erreichen. Das Unternehmen ist seit einigen Monaten über die Firma ACM im Mehrheitsbesitz der österreichischen Familie Kaufmann. Zusammen mit dem anderen Großaktionär, dem französischen Luxusgüterkonzern Hermes, hatte ACM vergangenes Jahr die für die Leica-Sanierung notwendige Kapitalerhöhung von 20 Mill. Euro getragen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%