Verlust halbiert: Wilex profitiert von US-Partnern

Verlust halbiert
Wilex profitiert von US-Partnern

Mit Geld vom US-Pharmakonzern Prometheus kann die Biotechfima Wilex ihre Verluste halbieren und die Entwicklung von Medikamenten weiter vorantreiben.
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FrankfurtDie Zusammenarbeit mit dem US-Pharmakonzern Prometheus zahlt sich für die Biotechfirma Wilex aus. Dank einer Überweisung der Amerikaner, mit denen Wilex seit knapp einem Jahr an der Weiterentwicklung seines Nierenkrebsmedikaments Rencarex arbeitet, halbierte sich der Verlust der Münchner Firma von Dezember 2011 bis Februar 2012 auf 2,6 Millionen Euro. Der Umsatz stieg deutlich auf 3,7 Millionen Euro nach 71.000 Euro vor Jahresfrist. An der Börse kam das Zahlenwerk gut an. Wilex-Aktien legten am Mittwoch über sechs Prozent auf 4,09 Euro zu.

Im Geschäftsjahr 2012 geht Wilex weiter von Umsätzen von 14 bis 16 Millionen Euro und einem Betriebsverlust von zehn bis 14 Millionen Euro aus. Erstmals schwarze Zahlen schreiben könnte das Unternehmen, wenn Rencarex oder die Krebsdiagnose-Substanz Redectane auf den Markt kommen, hatte Wilex-Chef Olaf Wilhelm Ende 2011 in einem Reuters-Interview in Aussicht gestellt.

Im Unterschied zu anderen Biotechunternehmen wie Evotec treibt Wilex die Wirkstoff-Entwicklung aus eigener Kraft relativ weit voran. Entsprechend groß ist der Geldverbrauch, da die Entwicklung von Medikamenten kostspielig ist. Die Großaktionäre von Wilex, SAP-Mitgründer Dietmar Hopp der belgische Pharmakonzern UCB, tragen die Strategie mit und stellten Wilex Anfang 2012 über eine Kapitalerhöhung erneut Geld zur Verfügung, mit dem das Unternehmen für die nächsten Monate finanziert ist. „Mit der erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung ist uns ein Bruttoemissionserlös von 9,9 Millionen Euro für die weitere Finanzierung der Studien zugeflossen“, sagte Wilex-Finanzchef Peter Llewellyn-Davies.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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