Verlust in 2005
Schwarz Pharma hat Glück im Unglück

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma hat im vergangenen Jahr wegen etlicher Sonderbelastungen einen hohen Verlust eingefahren. Doch ganz so schlimm wie von Analysten befürchtet, war es dann doch nicht.

HB FRANKFURT. Wegen des Erwerbs der vollständigen Lizenzrechte für den Parkinson-Wirkstoff Rotigotin sei ein Betriebsverlust von 17 Mill. Euro entstanden, teilte Schwarz Pharma am Freitag mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsverlust von 28,5 Mill. Euro gerechnet. 2004 hatte der Konzern noch 15,8 Mill. Euro Betriebsgewinn erzielt. Unter dem Strich habe 2005 ein Verlust von 54,1 Mill. Euro nach einem Minus von 0,8 Mill. Euro in 2004 gestanden. Die Aktionäre sollen trotz des Gewinneinbruchs eine stabile Dividende von 20 Cent je Aktie erhalten.

Der Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 990,6 Mill. Euro und lag damit deutlich über den Analystenerwartungen von 955,4 Mill. Euro. Für das laufende Jahr stellte Schwarz Pharma einen Umsatz von nur noch 900 Mill. Euro in Aussicht. Trotz der mit der Markteinführung des Parkinsonpflasters Neupro und der Weiterentwicklung der Entwicklungsprojekte verbundenen hohen Kosten werde aber ein ausgeglichenes Jahresergebnis angestrebt. „Ich habe vor, ab 2007 wieder Gewinne zu zeigen“, sagte Vorstandschef Patrick Schwarz-Schütte am Freitag in Düsseldorf.

Das Management hatte bereits angekündigt, dass der Kauf der vollständigen Rechte an Rotigotin von der US-Firma Aderis Pharmaceuticals im Jahr 2005 zu einem zusätzlichem Forschungs- und Entwicklungsaufwand von bis zu 58 Mill. Euro führen werde.

Für Schwarz Pharma war 2005 ein Übergangsjahr, in dem sich der Konzern auf die Entwicklung seiner neuen Medikamente konzentrierte. Für den Hoffnungsträger Neupro zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung im frühen Stadium laufen bereits die Zulassungsverfahren in Europa und in den USA. Neupro ist einer der größten Hoffnungsträger der Monheimer Firma mit erwarteten Spitzenumsätzen von von rund 350 Mill. Euro im Jahr. Die Zulassung in Europa erwartet Schwarz Pharma noch für das erste Quartal.

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