Verlust in 2006: Clariant ist voller Hoffnung für 2007

Verlust in 2006
Clariant ist voller Hoffnung für 2007

Der Schweizer Chemiekonzern Clariant geht nach roten Zahlen in 2006 mit Zuversicht in das laufende Jahr.

dpa-afx MUTTENZ. Für 2007 stellte das Unternehmen am Dienstag in Muttenz einen Umsatzanstieg in lokalen Währungen, eine Zunahme des operativen Ergebnisses im fortgeführten Geschäft sowie eine Verbesserung des Nettoergebnisses in Aussicht. Vor Einmaleffekten sei im operativen Geschäft mit einem höheren Cashflow zu rechnen, zudem sollen die Margen stabil bleiben. Seine im November bekannt gegebenen mittelfristigen Ziele bestätigte der Konzern.

Im abgelaufenen Jahr hatte Clariant unter dem Strich einen Verlust von 78 Mill. Franken geschrieben nach einem Gewinn von 192 Mill. Franken im Vorjahr. Von der Schweizer dpa-AFX-Partneragentur AWP befragte Analysten hatten mit einem Minus von 71 Mill. Franken gerechnet. Der Umsatz verbesserte sich von 7,73 Mrd. auf 8,10 Mrd. Franken und traf damit in etwa die Analystenschätzungen. Auf vergleichbarer Basis ergibt sich ein Umsatzplus von drei Prozent in lokalen Währungen und von sieben Prozent in Schweizer Franken.

Der operative Gewinn (Ebit) vor Einmaleffekten verbesserte sich auf 592 (533) Mill. Franken, während das Konzernergebnis aus fortgeführtem Geschäft sich auf 131 (262) Mill. Franken halbierte. Der Verlust unter dem Strich ist laut Angaben unter anderem auf eine Goodwill-Wertberichtigung auf das Ledergeschäft im dritten Quartal in Höhe von 100 Mill. Franken zurückzuführen. Die Aktionäre von Clariant sollen unverändert eine Nennwertrückzahlung von 0,25 Franken pro Aktie erhalten.

Bis Ende 2009 will Clariant mit der Wertschöpfung zu den besten 25 Prozent der Wettbewerber gehören. Der Ertrag aus dem investierten Kapital (Roic) soll bis dahin über den Branchendurchschnitt von zehn Prozent nach Steuern steigen. Derzeit liegt der Wert bei acht Prozent.

Clariant gab zudem bekannt, dass der Konzern sein Dimethylsulfat(DMS)-Gesch äft an die deutsche Grillo Werke AG verkaufen will. Damit sei der Verkaufsprozess für das Geschäft Custom Manufacturing eingeleitet worden, hieß es. Der verbliebene Bereich Specialty Intermediates wurde zum 1. Januar in die Sparte Functional Chemicals integriert; der Bereich LSC wurde aufgelöst. Das Geschäft Custom Manufacturing wird von Clariant künftig unter 'nicht fortgeführte Geschäfte' ausgewiesen.

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