Verlust in Stahlsparte erwartet
Salzgitter leidet unter Eurokrise

Die Schuldenkrise macht Salzgitter gehörig zu schaffen. Für das Laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem Verlust im Stahlbereich. In allen anderen Sparten hält das Unternehmen an seinen Prognosen fest.
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SalzgitterDeutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter ächzt unter der Last der Schuldenkrise in Europa. Für den Unternehmensbereich Stahl werde für das laufende Jahr mit einem Verlust unter dem Strich gerechnet, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstagabend mit. Zuvor hatte Salzgitter hier noch ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

In den übrigen Sparten hält das Unternehmen an seinen Jahreszielen fest. Im Bereich Röhren, Handel und Dienstleistungen peilen die Niedersachsen weiter Gewinne an. Im Bereich Technologie werde - wie im Mai angekündigt - mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet, sagte ein Unternehmenssprecher.

Für den Konzern erwartet Salzgitter unverändert einen mindestens stabilen Umsatz (2011: rund 9,8 Mrd Euro) sowie ein positives Ergebnis vor Steuern. Dieses dürfte sich im unteren bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen, präzisierte Salzgitter nun. 2011 hatten die Niedersachsen den Vorsteuergewinn auf 202 Millionen Euro mehr als vervierfachen können.

Zahlreiche Stahlverarbeiter und Stahlhändler gingen wegen der trüben Konjunkturaussichten in Deutschland und im gesamten Euroraum davon aus, dass ihre Geschäfte stagnierten, teilte das Unternehmen zur Begründung mit. „Sie nehmen nach Ergänzung ihrer Lagerbestände im ersten Quartal nunmehr eine abwartende Haltung ein.“

2011 hatte Salzgitter unterm Strich 236 Millionen Euro (2010: 30 Mio Euro) Gewinn eingefahren. Darin enthalten waren rund 100 Millionen Euro bilanzierte zukünftige Steuerersparnisse durch den Umbau der Konzernstruktur. Im ersten Quartal 2012 hatte Salzgitter einen Fehlbetrag von 19,6 Millionen Euro verbucht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Trübe Konjunktur aussichten? Weil die benötigte Wachstumsrate von 5% nicht erreicht wird? Wohin soll die Branche den wachsen - noch über den Himmel hinaus? Lächerlich!

    Immerhin ist eine perfide Lösung in Sicht. Mit dem geplanten Krieg im Nahen-Osten und Südeuropa wird wieder viel Stahl benötigt.

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