Verlust soll sinken
Medigene will mehr umsetzen

In diesem Jahr will das defizitäre Biotechnologieunternehmen Medigene seinen Umsatz kräftig steigern. Auch der Verlust soll weiter reduziert werden.

HB FRANKFURT. Medigene gehe 2005 von einer Umsatzsteigerung um 50 % auf rund 20 Mill. € aus, teilte das im Technologieindex Tecdax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Dazu beitragen sollen Zahlungen aus Kooperationen und Umsatzbeteiligungen bei Produktverkäufen. Der Nettoverlust soll auf unter zehn Mill. € sinken. Medigene hatte bereits im Februar mitgeteilt, dank der Erlöse aus dem Verkauf des Krebsmittels Eligard sei der Verlust 2004 auf 12,3 Mill. € deutlicher gesunken als erwartet.

Dieses Jahr rechnet Medigene mit der Zulassung des Medikaments Eligard auch in anderen europäischen Ländern. Es seien dann mit weitere Zahlungen aus der Zusammenarbeit mit der japanischen Pharmafirma Yamanouchi zu erwarten. Yamanouchi verkauft für Medigene das Krebsmittel in Europa. Eligard ist seit Mai 2004 in Deutschland auf den Markt. Das Medikament zur Behandlung von Prostatakrebs wurde jedoch nicht von Medigene entwickelt. Medigene hatte die europaweit exklusiven Vermarktungsrechte für das Mittel 2001 von der US-Firma Atrix Laboratories gekauft.

Medigene geht außerdem davon aus, in diesem Jahr die Zulassung für ein zweites Produkt zu beantragen. Die Polyphenon-Salbe gegen Genitalwarzen habe die dritte und letzte Phase der Erprobung am Menschen abgeschlossen, hieß es. Der Antrag auf Marktzulassung werde vorbereitet. Er soll erst in den USA und dann in Europa eingereicht werden. Medigene ist die erste deutsche Biotechfirma, die die Marktzulassung für ein Produkt erhalten hat.

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