Verluste
Jenoptik: Keine Mittelformatkameras mehr

Die Jenoptik AG stellt ihr Geschäft mit Mittelformatkameras ein. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das Ergebnis im 2. Quartal 2009 werde dadurch einmalig belastet.

HB BERLIN. Aufgrund der Insolvenz des Lieferanten Franke & Heidecke sowie des signifikant beeinträchtigten Geschäftspotenzials im Bereich Mittelformatkameras habe der Konzern entschieden, sich aus diesem nachhaltig negativen Geschäft zurückzuziehen sowie die damit verbundene Standort- und Portfoliobereinigung im In- und Ausland vorzunehmen. Mit dieser Maßnahme fokussiere sich Jenoptik weiter auf die Kerngeschäftsbereiche.

Die daraus resultierenden Sondereinflüsse belaufen sich den Angaben zufolge auf insgesamt 7,9 Mio. Euro und "wurden vollständig im Konzern-EBIT des 2. Quartals 2009 verarbeitet".

Das Betriebsergebnis vor diesem Sondereffekt werde im 1. Halbjahr 2009 mit etwa drei Mio. Euro positiv ausfallen (31.03 2009: 0,4 Mio Euro). Darin enthalten seien rund 1,0 Mio. Euro laufende Verluste aus diesem Geschäftsfeld, die in Zukunft entfallen würden.

Digital-Imaging-Aktivitäten der Jenoptik werden den Angaben zufolge uneingeschränkt fortgeführt. "Das Thema der digitalen Bildverarbeitung ist und bleibt eine Kernkompetenz der Jenoptik für die Bereiche Medizintechnik, Life Science und Verkehrssicherheitstechnik bis hin zur militärischen Aufklärung", teilte das Unternehmen mit. Diese Kernkompetenz werde Jenoptik beibehalten und ausbauen. Jenoptik erwarte aufgrund des weiterhin stabilen Beitrages der Sparte Verteidigung & Zivile Systeme sowie der Präsenz in verschiedenen Märkten im Gesamtjahr 2009 ein positives Konzern-Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen.

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