Verlustreicher Autoriese
GM plant Werk in Straßburg verkaufen

Der verlustreiche US-Autobauer General Motors (GM) will neben seiner Geländewagenmarke Hummer noch weitere Konzernteile verkaufen, darunter das Werk in Straßburg.

HB DETROIT/STRASSBURG. Der verlustreiche US-Autobauer General Motors (GM) will neben seiner Geländewagenmarke Hummer noch weitere Konzernteile verkaufen, darunter das Werk in Straßburg. Das teilte der Opel-Mutterkonzern auf einer Investorenkonferenz im US- amerikanischen Detroit am Mittwoch mit. Der Wert von Hummer und der Getriebefabrik belaufe sich auf insgesamt zwei bis vier Mrd. Dollar (1,4 bis 2,8 Mrd Euro). General Motors prüfe zudem noch andere Anteilsverkäufe und werde Details im vierten Quartal bekanntgeben.

In Straßburg, wo bei GM mehr als 1200 Personen beschäftigt sind, hat die Nachricht kaum überrascht. Dies sei die Bestätigung der seit Monaten kursierenden Gerüchte, sagte ein GM-Gewerkschaftssprecher am Donnerstag. Die Verkaufsunterlagen für Hummer und das französische Werk stünden Kaufinteressenten ab Oktober zur Verfügung, hieß es auf der Website des Konzerns.

Im August hatte das Werk die Verkaufsabsicht wegen der schwierigen Lage auf dem Automobilmarkt bekanntgegeben. Der Straßburger Betrieb ist die einzige Produktionsstätte von GM in Frankreich und hat 2007 mehr als 300 000 Automatikgetriebe hergestellt.

GM kämpft aufgrund der Talfahrt auf dem US-Automarkt und einer verfehlten Modellpolitik mit Milliardenverlusten. Im Juli hatte der Konzern angekündigt, zehn Mrd. Dollar durch Kostensenkungen einzusparen und weitere fünf Mrd. Dollar aus Anteilsverkäufen zu erlösen.

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