Vermarktung bereits Anfang 2005 erwartet
Altana bringt Alvesco in Europa an den Start

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Altana steht vor der Einführung des Asthma-Mittels „Alvesco“ im europäischen Markt.

HB FRANKFURT. Nach dem Abschluss der 90-Tage-Phase des gegenseitigen Anerkennungsverfahrens könne mit der Vermarktung von Alvesco in wichtigen europäischen Märkten Anfang 2005 begonnen werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bad Homburg mit. Das Asthmamedikament soll früheren Unternehmensangaben zufolge jährliche Spitzenumsätze von einer Milliarde Euro erwirtschaften.

Nachdem die Zusammenfassung der Produkteigenschaften für das Medikament - was sich nachher im Beipackzettel findet - abgeschlossen sei, hätten dieser 20 europäische Länder zugestimmt. Dazu zählten unter anderem Deutschland, Großbritannien und die Benelux-Staaten. Mit Marktzulassungen in diesen Ländern sei in den nächsten Monaten zu rechnen. In den fünf Ländern, Frankreich, Italien und Spanien, Portugal und Österreich sei dagegen mit den Zulassungsbehörden keine Einigung über die Klassifizierung der Produkteigenschaften erzielt worden. Hier werde Altana nun erneut das Verfahren zur wechselseitigen Anerkennung beginnen, sagte ein Sprecher.

Gemäß den festgelegten Produkteigenschaften soll Alvesco für die Behandlung von chronischem Asthma aller Schweregrade bei Erwachsenen mit einer Dosierung von 160 Mikrogramm beziehungsweise 80 Mikrogramm einmal täglich zugelassen werden. Bei Patienten mit schwerem Asthma und einem Risiko für Asthmaanfälle, die eine stärkere entzündungshemmende Behandlung brauchen, könne Alvesco auch in einer höherer Dosis als 160 Mikrogramm eingesetzt werden.

Dass der Einsatz des Medikaments auch in höheren Dosen bei Patienten mit besonders schwerem Asthma möglich sein werde, sei definitiv positiv, kommentierten die Analysten des Brokerhauses Equinet die Altana-Mitteilung. „Auf der anderen Seite ist der Rückzug in fünf Länder negativ“, ergänzten sie.

Alvesco ist neben dem ebenfalls mit hohen Umsatzerwartungen begleiteten Asthma- und Raucherlungemedikament Daxas einer der neuen Hoffnungsträger von Altana. Mit beiden Medikamenten wollen sich die Bad Homburger zu einem breiter aufgestellten Pharmakonzern wandeln. Bislang erwirtschaftet die Pharmasparte von Altana noch den Löwenanteil ihrer Umsätze mit dem lukrativen Magenmittel Pantoprazol.

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