Verpackungstechnik
Italienische Coesia bietet für IWKA-Sparte

Der italienische Maschinenbauer Coesia will die Sparte Verpackungsmaschinen des Anlagenbauers IWKA kaufen. Als Kaufpreis ist eine ordentliche dreistellige Millionensumme im Gespräch. Coesia würde die Übernahme helfen, sein Portfolio auszuweiten.

gil/kk MAILAND. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, wird Coesia am heutigen Mittwoch seine offizielle Interessensbekundung abgeben. In der kommenden Woche wird IWKA dann entscheiden, wer in die engere Auswahl kommt. Ein IWKA-Sprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Es bestehe seit September lediglich ein Prüfauftrag über einen möglichen Verkauf der Sparte.

Der Anlagenbauer IWKA, der seit zwei Jahren rote Zahlen schreibt, will sich ganz auf Roboter und Automobiltechnik um die Augsburger Tochter Kuka konzentrieren, wie es der größte Aktionär, der US-Investor Guy Wyser-Pratte, seit langem fordert. Um wieder Geld in die Kassen zu bekommen, will IWKA die Verpackungsmaschinen-Sparte verkaufen, die 2006 einen Umsatz von 405 Mill. Euro auswies bei einem operativen Gewinn von 17,3 Mill. Euro. Die Kunden dieses Geschäftszweigs sind vor allem Molkereien, Pharma- und Kosmetikunternehmen. Der Kaufpreis wird auf 200 Mill. Euro geschätzt.

Coesia könnte mit dem Kauf sein Sortiment ausweiten. Das Unternehmen aus Bologna ist bisher vor allem bei Maschinen für die Verpackung von Zigaretten stark. Ein zweiter wichtiger Zweig sind Maschinen für die Verpackung von Seifen und Reinigungsmitteln. Dort ist das Unternehmen nach eigenen Angaben Weltmarktführer. Im vergangenen Jahr hat Coesia mit seinen 3 200 Mitarbeitern und 13 Tochtergesellschaften weltweit nach vorläufigen Schätzungen mehr als 650 Mill. Euro umgesetzt.

Die Überschneidungen mit der IWKA-Tochter sind eher gering, deshalb sind im Falle eines Kaufs keine größeren Entlassungen geplant. In Deutschland ist Coesia ohnehin nur mit einzelnen Produktionsstandorten präsent. 2006 haben die Italiener zudem den Spezialisten für Maschinen von Pharma-Verpackungen Laetus in Frankfurt übernommen. Mit der Übernahme kämen die Italiener, die nicht an der Börse notiert sind, auf einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

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