Industrie

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Verprellte Investoren: Porsche wird die US-Betrugsklage nicht los

Hat Porsche 2008 an den Kapitalmärkten gemauschelt? Mit diesem Vorwurf zitierten 26 Hedgefonds den deutschen Autohersteller in den USA vor Gericht. Dessen Antrag auf Klageabweisung scheiterte - der Streit geht weiter.

Die Kläger meinen, dass Porsche bei der gescheiterten VW-Übernahme die Märkte manipuliert hat. Quelle: dpa
Die Kläger meinen, dass Porsche bei der gescheiterten VW-Übernahme die Märkte manipuliert hat. Quelle: dpa

BerlinDie Stuttgarter Holdinggesellschaft Porsche SE hat im milliardenschweren Rechtsstreit mit US-Investoren einen Rückschlag erlitten. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats New York wies den Antrag auf Klageabweisung in den von 26 Hedgefonds angestrengten Verfahren im Zusammenhang mit der gescheiterten VW -Übernahme ab, wie Porsche SE am Donnerstag mitteilte.

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Das Gericht habe damit allerdings keine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Klagen getroffen, betonte das Unternehmen und kündigte Berufung an. Die Porsche Holding sei weiterhin der Auffassung, dass die Klagen unzulässig und unbegründet seien und das Gericht nicht zuständig sei. Vielmehr solle der Fall in Deutschland geklärt werden, wo einige dieser Fonds bereits klagen.

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Die 26 Kläger werfen Porsche SE Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung im Zusammenhang mit den Transaktionen mit Volkswagen-Aktien im Jahr 2008 vor. Die Hedgefonds sprechen insgesamt von einem Schaden in Höhe von mehr als 1,4 Milliarden Dollar. Sie waren vor den New York State Supreme Court gezogen, nachdem das New Yorker Bundesgericht im Dezember 2010 eine Klage gegen Porsche SE wegen Wertpapierbetruges abgewiesen hatte.

In dem Jahre währenden Rechtsstreit geht es um eine angebliche Manipulation der Kapitalmärkte mit Hilfe von Optionen im Zuge der gescheiterten Übernahme von VW. Ursprünglich wollte Porsche VW schlucken und kaufte sich seit 2005 bei dem Wolfsburger Autobauer in Trippelschritten ein, parallel sicherten sich die Stuttgarter mit Optionen ab.

Porsche

Als Porsche die Karten 2008 auf den Tisch legte und die geplante Beherrschung von VW ankündigte, explodierte der Markt mit VW-Stimmrechten. Investoren, die auf dem falschen Fuß erwischt wurden, verbuchten hohe Verluste.

Porsche verdiente zwischenzeitlich glänzend an seinen Optionsgeschäften, musste im Zuge der Finanzkrise den Übernahmeversuch aber abblasen, da das Geld ausging. Volkswagen drehte den Spieß um und übernahm inzwischen das Porsche-Fahrzeuggeschäft. Die von den Familien Porsche und Piech sowie dem Emirat Katar kontrollierte Porsche Holding bleibt mit gut der Hälfte der Stimmrechte jedoch der bestimmende VW-Aktionär.

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