Verringerter Verlust

Opel wendet Milliardenminus ab

Aufatmen bei Opel und dem Mutterkonzern General Motors: Zumindest im vergangenen Jahr ist der deutsche Autobauer nicht zum erwarteten Milliardengrab geworden - aber einen hohen Millionenverlust hat Opel dennoch geschrieben. Und fürs laufende Jahr drohen sogar noch weit schlechtere Zahlen.
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Trendwende mit Schönheitsfehler: Die Abwrackprämie hat Opel ein deutliches Absatzplus beschert. Quelle: dpa

Trendwende mit Schönheitsfehler: Die Abwrackprämie hat Opel ein deutliches Absatzplus beschert.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Hoffnungsschimmer für Opel-Boss Nick Reilly: Der angeschlagene Rüsselsheimer Autohersteller ist im vergangenen Jahr wider Erwarten nicht zum Milliardengrab für den Mutterkonzern General Motors geworden.

Nach dem Jahresabschluss der Adam Opel GmbH für das abgelaufene Jahr, der dem Handelsblatt vorliegt, fiel das Minus geringer als erwartet aus. „Im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2009 ein negatives operatives Ergebnis in der Größenordnung von 1,2 Mrd. Euro prognostiziert“, heißt es in den Unterlagen. „Tatsächlich wurde nun ein Jahresfehlbetrag von 427 Mio. Euro ausgewiesen.“ 2008 hatte Opel noch einen Verlust von 1,164 Mrd. Euro verbucht.

Die Trendwende hat nur einen Schönheitsfehler aus Sicht des Managements: Sie beruht vor allem auf der 2009 ausgelaufenen staatlichen Abwrackprämie, die Massenherstellern wie Opel und VW deutliche Absatzimpulse beschert hatte.

Die Lage der deutschen Tochter des zurück an die Börse strebenden US-Riesen General Motors bleibt damit unverändert schwierig. Für die Adam Opel GmbH werden laut den Unterlagen in den Jahren 2010 und 2011 Umsatzerlöse von 11 Mrd. und 13 Mrd. Euro erwartet. Doch die Verlustzone verlässt Opel auch dieses Jahr nach den internen Planungen nicht.

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