Verschiebung wohl wegen Streik
Hyundai lässt Börsianer abermals auf Zwischenbilanz warten

Der südkoreanische Autobauer Hyundai wird die Bilanz fürs zweite Quartal nach eigenen Angaben wohl verschieben – und das nicht zum ersten Mal. Ein Grund wurde nicht genannt, doch könnte es mit dem Streik zu tun haben, der das Unternehmen bereits viel Geld gekostet hat.

HB SEOUL. „Wir werden das Ergebnis des zweiten Quartals voraussichtlich nicht wie vorgesehen veröffentlichen“, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Automobilkonzerns. Zum nun anvisierten Veröffentlichungsdatum machte er keine Angaben. Ein anderer Vertreter des Unternehmens sagte, die Erstellung des Zahlenwerkes dauere länger als gewöhnlich. Ursprünglich wollte Hyundai die Zahlen für den Zeitraum von April bis Juni am 27. Juli mitteilen.

Die Verschiebung könnte im Zusammenhang mit dem aktuellen Arbeitskampf bei der Gesellschaft stehen. Unternehmen und Gewerkschaft befinden sich in der 17. Verhandlungsrunde zur Beilegung einer Tarif-Auseinandersetzung. Seit dem 26. Juni kommt es bei Hyundai immer wieder zu Streiks, mit deren Hilfe die Gewerkschaft Lohnerhöhungen von 9,1 Prozent durchsetzen will. Das Unternehmen hat bisher 4,85 Prozent angeboten. Beide Parteien bekräftigen ihren Willen, noch vor Beginn der Werksferien zum Ende dieser Woche eine Einigung herbeizuführen.

Bis zum Montag konnten auf Grund des Arbeitskampfes 91 647 Fahrzeuge im Gesamtwert von 1,27 Billionen Won (1,07 Mrd. Euro) nicht gebaut werden, teilte das Unternehmen mit.

Hyundai hatte bereits das Periodenergebnis des ersten Quartals verspätet veröffentlicht, nachdem der Chairman im April verhaftet worden war. Er soll in einen Finanzskandal verstrickt sein, der das gesamte Unternehmen in Verruf gebracht hat.

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