Verschmelzung nicht abgeschlossen
Vattenfall-Fusion noch ohne Bewag

Blamage für den Energieversorger: An der ersten ordentlichen Hauptversammlung nach der Fusion von HEW, Bewag, Veag und Laubag am kommenden Donnerstag können die Bewag-Aktionäre nur als Gäste teilnehmen.

DÜSSELDORF. Blamage für den Energieversorger Vattenfall Europe: An der ersten ordentlichen Hauptversammlung nach der Fusion von HEW, Bewag, Veag und Laubag am kommenden Donnerstag können die Bewag-Aktionäre nur als Gäste teilnehmen. Der neue Konzern hat es wegen einer Anfechtungsklage nicht geschafft, die Verschmelzung mit der Bewag rechtzeitig in das Handelsregister einzutragen. „Wir befürchten, dass uns dies nicht mehr gelingt“, bestätigte ein Sprecher. Die Bewag-Aktionäre könnten dann nur als Gäste teilnehmen: „Natürlich hätten wir sie gerne als reguläre Teilnehmer begrüßt.“

Die Hauptversammlung sei aber beschlussfähig, sagte der Sprecher. Konsequenzen hat es aber für die Bewag-Aktionäre. Da sie zum Zeitpunkt der Hauptversammlung nicht Anteilseigner seien, könnten sie auch keine Dividende der Vattenfall Europe AG erhalten – auch nicht rückwirkend, sagte der Sprecher. Ob und wie sie eine Dividende der Bewag AG bekommen, wollte er aber nicht sagen.

Mehrere Aktionäre hatten gegen die Verschmelzungsbeschlüsse auf der Bewag-Hauptversammlung vom 31. Januar 2003 geklagt, weil sie bei Vattenfall Europe nicht bilanzierte Risiken vermuteten.

Vattenfall Europe hatte in erster Instanz beim Landgericht Berlin zwar die Klagen abweisen können. Dagegen wurde aber Beschwerde beim Kammergericht Berlin eingelegt. Das Verfahren ist noch anhängig.

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