Verschuldung abgebaut
Kapitalerträge polieren Lafarge-Bilanz auf

Der Baustoffhersteller Lafarge hat dank Kapitalerträgen im vergangenen Jahr seinen Gewinn überraschend kräftig gesteigert. Trotz Baukrise und Dollarschwäche verbesserte das französische Unternehmen seinen Nettogewinn zum Vorjahr um 59,6 Prozent auf 728 Millionen Euro, teilte die Lafarge SA am Donnerstag in Paris mit.

HB PARIS. Allerdings hatten im Vorjahr Sonderrückstellungen das Ergebnis belastet. Das Betriebsergebnis fiel um 9,3 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 6,9 Prozent zu konstanten Bedingungen, wobei die Euro-Aufwertung mit 185 Millionen Euro und höhere Pensionsrückstellungen mit 99 Millionen Euro negativ zu Buche schlagen.

Für 2004 rechnet Lafarge mit einer „fortschreitenden Verbesserung der Märkte“ und zu konstanten Wechselkursen mit „einem beständigen Wachstum des Betriebsergebnisses“.

Die Verschuldung sei im vergangenen Jahr um 3,2 Milliarden auf 7,1 Milliarden Euro abgebaut worden. Lafarge ist in Deutschland an 40 Standorten mit 4 500 Mitarbeitern in den Bereichen Beton, Zement und Dachsysteme aktiv. Der Umsatz des Konzerns mit insgesamt 75 000 Mitarbeitern in 75 Staaten sank wechselkursbedingt um 6,5 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Bei stabilen Wechselkursen wäre der Umsatz den Angaben nach um 4,6 Prozent gewachsen.

Ungeachtet einer Steigerung des Gewinns je Aktie um rund 40 Prozent schlug Lafarge unverändert eine Dividende von 2,30 Euro je Aktie vor. Lafarge-Aktien reagierten auf die Geschäftszahlen in einem freundlichen Marktumfeld mit Kursaufschlägen von 1,71 Prozent auf 68,25 Euro.

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