Versorger
Deutsche Strompreise für Vattenfall ein Segen

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat seinen Vorsteuergewinn im dritten Quartal vor allem dank der hohen Preise auf dem deutschen Markt um 13,2 Prozent auf drei Milliarden Kronen (330 Millionen Euro) gesteigert. Die Zuwächse der deutschen Sparten Bergbau und Energieerzeugung sind geradezu traumhaft.

HB STOCKHOLM. Wie das Staatsunternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte, nahm der Umsatz um 12,1 Prozent auf 30,9 Milliarden Kronen zu. Die Gewinnsteigerung sei „vor allem einer starken Verbesserung beim deutschen Stromgeschäft zuzuschreiben“, hieß es in der Bilanz. Hierzu trugen dem Unternehmen zufolge neben der höheren Stromproduktion auch gestiegene Großhandelspreise bei.

Die Sparten Braunkohleabbau und Energieerzeugung der deutschen Tochter hätten 11,5 Mrd. Kronen zum bereinigten Betriebsergebnis beigetragen - ein Plus von 54,4 Prozent. Die Ergebnisse der Sparten Energieübertragung und -Verteilung seien dagegen von Tarifsenkungen belastet worden, die die Bundesnetzagentur verfügt habe.

An seinem Investitionsprogramm in Deutschland will Vattenfall Europe festhalten. Bis zum Jahr 2012 will der Versorger sechs Milliarden Euro in seine Kraftwerke und Netze investieren. Erst kürzlich hatte Konzernchef Klaus Rauscher mit einem Investitionsstopp gedroht, falls die Politik zu stark in die Bereiche Strompreise und Stromerzeugung eingreifen sollte. „Das deutsche Geschäft trägt maßgeblich zum Ergebnis von Vattenfall bei, und damit das auch so bleibt, werden wir auch weiter in Deutschland investieren“, sagte Rauscher am Dienstag.

Auf dem heimischen Stammmarkt drückte vor allem der anhaltende Ausfall zwei eigener Atomreaktoren nach dem Störfall Ende Juli im Kernkraftwerk Forsmark auf die Erträge. Vattenfall ist in Deutschland mit seinem Tochterunternehmen Vattenfall Europe der drittgrößte Stromanbieter nach Eon und RWE.

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