Versorger
EnBW will Millionen einsparen

Angesichts des erwarteten Einbruchs beim Stromabsatz wegen der Wirtschaftskrise will der Energiekonzern EnBW rund 200 Millionen Euro einsparen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Freitag in Karlsruhe eine entsprechende Meldung des Südwestrundfunks (SWR).

HB KARLSRUHE. "Es handelt sich nicht um ein konkretes Sparprogramm, sondern um einen kontinuierlichen Prozess, um Kostenstrukturen zu minimieren", sagte die Sprecherin. Im ganzen Unternehmen sollten die Effizienz erhöht und Kosten gesenkt werden. Personal soll nicht abgebaut werden.

Die EnBW befürchtet in diesem Jahr unter anderem wegen der Krise in der Autoindustrie Einbußen von bis zu vier Mrd. Kilowattstunden beim Stromabsatz. Das sei etwa doppelt so viel, wie ganz Karlsruhe im gesamten Jahr an Strom verbrauche, hatte EnBW-Chef Hans-Peter Villis Mitte März der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. Dabei hatte er auf die eingeschränkte Produktion etwa bei Daimler oder der Autozulieferer- und Maschinenbauindustrie verwiesen. Er schloss nicht aus, "bis zu zehn Prozent Absatz an unsere Großkunden" zu verlieren.

Für das laufende Jahr rechnet das drittgrößte deutsche Stromunternehmen nur noch mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau und mit weniger Stromabsatz. 2008 lag der Umsatz bei 16,3 Mrd. Euro, das operative Ergebnis bei 1,8 Mrd. Euro. Die EnBW hat mehr als 20 000 Mitarbeiter und rund 6,5 Mio. Kunden. Größte Aktionäre sind der französische Stromkonzern Electricite de France (EdF) und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) mit jeweils 45,01 Prozent.

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