Versorger
Enel macht trotz sinkender Umsätze Dampf

Der Umsatz sinkt, aber der Gewinn steigt: Enel blickt auf ein durchaus zufriedenstellendes erstes Halbjahr zurück. Der italienische Versorger profitierte von den internationalen Aktivitäten und einer höheren Profitabilität bei der Stromerzeugung.

HB ROM. Für das gesamte Jahr erwartet der Enel-Vorstand trotz der Krise bessere Ergebnisse als im Vorjahr. Um seine Schulden zu senken, bekräftigte das Unternehmen die Absicht, sich von Beteiligungen trennen zu wollen. So soll das Geschäft des übernommenen spanischen Versorgers Endesa in Griechenland bereits im September verkauft werden. Enel-Aktien verteuerten sich bis zum Mittag um 1,4 Prozent.

Im ersten Halbjahr stiegen die Nettoverbindlichkeiten des Konzerns von 50 auf 55,8 Mrd. Euro. Grund dafür war die milliardenschwere Übernahme von weiteren 25 Prozent am spanischen Versorger Endesa im Frühjahr. Damit verfügen die Italiener nun über gut 92 Prozent der Endesa-Anteile. Um die Schuldenlast zu drücken, hat der Konzern Anfang des Monats eine Kapitalerhöhung abgeschlossen, die rund acht Mrd. Euro in die Kassen spülte. Weitere zehn Mrd. Euro will das Unternehmen über die Ausgabe neuer Anleihen einnehmen.

Im ersten Halbjahr hatte der Konzern seinen operativen Gewinn stärker gesteigert als von Experten erwartet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 8,4 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro und übertraf damit die Schätzungen von Analysten. Der Überschuss stieg um 28,7 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro. Dabei profitierte Enel auch von einem Einmaleffekt aus einer Finanztransaktion in Höhe von knapp einer Milliarde Euro. Der Umsatz ging wegen eines niedrigeren Stromabsatzes aufgrund der Wirtschaftskrise um drei Prozent auf 28,5 Mrd. Euro.

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