Versorger
Eon erhöht Endesa-Angebot massiv

Der Eon-Konzern hat angekündigt, sein Übernahmeangebot für den spanischen Versorger Endesa um 40 Prozent aufzustocken. Das Düsseldorfer Unternehmen reagiert damit auf den Einstieg des spanischen Baukonzerns Acciona bei Endesa.

HB DÜSSELDORF. Eon teilte am Dienstagabend mit, man beabsichtige, das Angebot auf 35 Euro je Aktie in bar zu erhöhen. Bedingung sei, dass Eon mindestens 50,01 Prozent der Anteile erhalte. Sollte Endesa vor Abschluss der Transaktion Dividenden an seine Aktionäre ausschütten, verringere sich der Angebotspreis entsprechend. Eon forderte zudem, dass die Endesa-Hauptversammlung die Stimmrechtsbeschränkung aufhebt. Eon hatte bislang 25,405 Euro je Endesa-Aktie geboten. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters liegt das Angebot nun bei rund 37 Milliarden Euro, zehn Milliarden Euro mehr als bisher.

Das verbesserte Angebot unterstreiche das langfristige Vertrauen in das Geschäftsmodell und die Wachstumsperspektiven von Endesa, sagte Eon-Chef Wulf Bernotat. Bernotat hatte vor einigen Wochen ein höheres Angebot nicht ausgeschlossen, wähnte sich jedoch nach eigenen Angaben von der Frage zeitlich noch weit entfernt.

Dies änderte sich offenbar durch den Montag überraschend bekannt gegebenen Einstieg des spanischen Mischkonzerns Acciona bei Endesa. Acciona kaufte nach eigenen Angaben zehn Prozent der Endesa-Aktien für 32 Euro je Aktie. Der Aktienkurs von Endesa stieg daraufhin am Dienstag von 29,40 Euro auf 32,50 Euro. Acciona hat sich nach eigenen Angaben bereits weitere 3,6 Prozent der Endesa-Anteile gesichert und schloss weitere Zukäufe nicht aus. Eine Übernahme sei aber nicht geplant, hieß es.

Die EU-Kommission hatte die von der spanischen Energieaufsicht CNE verhängten Auflagen für die Übernahme durch Eon gekippt. Der Konzern rechnet nun offiziell damit, dass das spanische Industrieministerium zügig über die von Eon eingereichte Beschwerde gegen die Auflagen entscheiden und der Rechtsauffassung der Kommission folgen werde. Eon verlangt, dass die Auflagen der CNE gestrichen werden. Die spanische Regulierungsbehörde hatte von Eon verlangt, vor der Übernahme von Endesa etwa ein Drittel von deren Kraftwerkskapazität in Spanien zu verkaufen.

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