Versorger
EVN mit unerwartet hohem Gewinneinbruch

Angesichts massiver Preiserhöhungen bei Fremdstrom und Primärenergie hat der niederösterreichische Strom-, Gas- und Wärmekonzern EVN im ersten Quartal 2008/09 einen unerwartet deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet.

HB WIEN. Von Oktober bis Dezember musste das mehrheitlich im Besitz des Landes Niederösterreich stehende Unternehmen einen Rückgang des Betriebsergebnisses (Ebit) von 4,5 Prozent auf 87,9 Mio. Euro verbuchen. Die EVN - an der die deutsche EnBW rund 36 Prozent hält - kann ihren Strombedarf nicht durch Eigenproduktion decken und muss daher zukaufen.

Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn um 29,3 Prozent auf 54,8 Mio. Euro, was EVN vor allem auf den niedrigeren Wert der Beteiligungen zurückführte. Der Umsatz stieg dagegen um gut zehn Prozent. Der Gewinnrückgang und der Kursverfall der Verbund, an der EVN knapp 13 Prozent hält, führten zudem zu einer Verringerung des Eigenkapitals um zehn Prozent. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 45,3 Prozent.

Die Quartalszahlen lagen deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt mit einem Ebit von 94,2 Mio. Euro und einem Gewinn von 74,1 Mio. Euro gerechnet.

Hoffnung auf bessere Geschäfte machte EVN nicht: Neben möglichen Absatzrückgängen im Bereich Energie seien auch die im Primärenergiebereich tätigen Beteiligungsunternehmen der EVN vom Preisverfall auf den Rohstoffmärkten stark betroffen und würden voraussichtlich deutlich niedrigere Ergebnisbeiträge erwirtschaften, kündigte EVN-Chef Burkhard Hofer im Aktionärsbericht an. Bisher hatte der Energiekonzern eine Umsatz- und Ergebnissteigerung in Aussicht gestellt. Am Wiener Aktienmarkt fielen die Titel daraufhin um 2,8 Prozent auf 11,67 Euro.

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