Versorger
Evonik rutscht ab

Der Konjunktureinbruch hat nun auch Evonik erwischt - und tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen. Das operative Ergebnis ist um fast die Hälfte eingebrochen. Das hat vor allem mit einer ganz bestimmten Sparte des Mischkonzerns zu tun.

HB DÜSSELDORF. Der rasante Einbruch der Chemie-Konjunktur hat tiefe Spuren in der Bilanz des Essener Mischkonzerns Evonik hinterlassen. Der Umsatz brach im ersten Quartal um 19 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro ein und das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gab um 49 Prozent auf 331 Mio. Euro nach, wie Evonik mitteilte. Unter dem Strich stand ein Verlust von 46 (Vorjahreszeitraum: plus 284) Mio. Euro. Die wichtige Chemiesparte des Mischkonzerns musste dabei deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ertrag verbuchen.

Die Konzernschulden konnte Evonik im Quartal aber vermindern. Der neue Evonik-Chef Klaus Engel will die Entwicklung zudem mit einem Sparprogramm abfedern. Rasche Besserung ist indes nicht in Sicht: Zwar habe Evonik in einigen seiner Chemie-Geschäfte eine leichte Erholung verspürt, eine durchgreifende Belebung sei aber nicht in Sicht, räumte Engel ein. Evonik erwarte für 2009 weiter einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang.

Die deutsche Chemieindustrie leidet unter dem heftigsten Einbruch seit mehr als 30 Jahren. Deutschlands viertgrößter Industriezweig erwartet für 2009 seinem Branchenverband VCI zufolge ein Produktionsminus von zehn Prozent. Das wäre der stärkste Rückgang seit 1975, als die Chemieunternehmen rund zwölf Prozent weniger produzierten.

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