Versorger
RWE-Chef vertröstet Stromkunden

Mit Volldampf kommt der Energiekonzern RWE aus dem vergangenen Jahr. Sowohl beim Umsatz als auch bei Gewinn konnte RWE 2008 zulegen. Und während andere Unternehmen angesichts der schwierigen Zeiten lieber keine Prognose mehr abgeben, haben die Essener ihre Ziele erst einmal weiter nach oben gesteckt

ESSEN. Trotz drastisch sinkender Notierungen auf den Rohstoffmärkten müssen Stromkunden noch bis zum kommenden Jahr auf Preissenkungen warten. Frühestens Anfang 2010 sei mit einer Stabilisierung oder gar einem Rückgang zu rechnen, sagte RWE-Chef Jürgen Großmann gestern bei der Vorlage der Jahresbilanz in Essen. Großmann begründete dies mit langfristigen Bezugsverträgen der Energieversorger.

Während der Ölpreis seit dem Sommer im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise auf ein Drittel abgesackt ist und inzwischen auch die Gastarife sinken, müssen die privaten Stromkunden noch deutliche Preiserhöhungen akzeptieren. Zum Jahreswechsel hatte fast die Hälfte der rund 900 deutschen Stromversorger ihre Tarife erhöht und nach und nach sind weitere gefolgt. RWE hebt zum 1. April die Preise bei seinen Regionalversorgern um durchschnittlich rund sieben Prozent an.

Zwar sind die Notierungen im Stromgroßhandel auch deutlich gesunken. Eine Megawattstunde zur Lieferung 2010 kostet zur Zeit an der Leipziger Energiebörse EEX 43 Euro, im vergangenen Juli waren es noch mehr als 90 Euro.

Nach Großmanns Worten verkauft RWE die Produktion seiner Kraftwerke aber ebenso langfristig am Terminmarkt, wie sich die Regionalversorger eindecken. Für das laufende Jahr haben sie das weitgehend schon 2007 gemacht.

Großmanns Prognose wird vom Branchenverband gestützt. Frühestens 2010 könnte sich die Lage entspannen, sagte ein Sprecher des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Seite 1:

RWE-Chef vertröstet Stromkunden

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%