Versorger
RWE-Gasnetz auf dem Prüfstand

Der Energiekonzern RWE kann mit dem Verkauf seines Gasnetzes einer milliardenschweren Kartellbuße durch die EU- Kommission entgehen. In dem seit Mai 2007 laufenden Verfahren geht es um eine angebliche Behinderung von Konkurrenten auf dem Gasleitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen.

HB BRÜSSEL. Wie die Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte, prüft die Behörde ein entsprechendes Angebot des Unternehmens. In dem seit Mai 2007 laufenden Verfahren geht es um eine angebliche Behinderung von Konkurrenten auf dem Gasleitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen. RWE betreibt rund 4000 Kilometer Gas-Leitungsnetze mit Schwerpunkt in NRW.

Die EU-Kommission will den von RWE angebotenen Verkauf seines Gasnetzes einem Markttest unterziehen. Die Brüsseler Behörde rief konkurrierende Unternehmen, Verbraucherschutzverbände und andere Interessenten auf, zu dem Vorhaben Stellung zu nehmen.

Eine "vorläufige Beurteilung" der Behörde habe ergeben, dass RWE auf den Gastransportmärkten in seinem Gebiet den Markt beherrsche, erklärte die Kommission. RWE habe angeboten, sein Gasnetz zu veräußern, inklusive des Betriebs. Damit sollen Bedenken ausgeräumt werden, Deutschlands zweitgrößter Energieversorger könne eine marktbeherrschende Stellung missbrauchen.

Die EU-Kommission ist für die Einhaltung der EU-Vertrage und die Wettbewerbsaufsicht in der EU zuständig. Komme die Kommission zu dem Ergebnis, der Verkauf des Gasnetzes sei eine "angemessene Lösung zur Förderung des Wettbewerbs auf den deutschen Elektrizitätsmärkten", würden die Zusagen von RWE rechtsverbindlich.

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