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Strom- und Gasnetzbetreiber kassieren mehr

Die Betreiber von Strom- und Gasnetzen in Deutschland können nach Einschnitten nun wieder mehr Geld für ihre Netze kassieren. Im Strombereich liege die Erhöhung bei durchschnittlich zwei Prozent, bei Gas im Schnitt bei vier Prozent, berichtete die Bundesnetzagentur in Bonn.

HB BONN. In den vergangenen Jahren hatte die Netzagentur eine teilweise deutliche Senkung der Gebühren für die Durchleitung von Strom und Gas verfügt. Gegenüber den in der letzten Entgeltgenehmigung anerkannten Netzkosten ergab sich für die meisten Netzbetreiber nun eine Erhöhung der sogenannten Erlösobergrenze, weil die Netzagentur höhere Kosten anerkannte.

Letztlich muss dafür auch der Endkunde indirekt mit entsprechenden Preiserhöhungen zahlen. Die Netzentgelte machen beim Stromendpreis für Haushaltskunden etwa 27 Prozent und bei Gas etwa 18 Prozent aus.

Kräftige Zuschläge zwischen 7,6 und 30,2 Prozent wurden im Stromsektor den vier führenden Konzernen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW für ihre Höchstspannungsleitungen zugebilligt. Dies ist laut Bundesnetzagentur auch auf höhere Kosten der Betreiber für die Aufnahme gestiegener Mengen an Windkraft zurückzuführen.

Die Finanzkrise stelle die meisten Netzbetreiber bei ihren Investitionen nicht vor größere Probleme, erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Es gebe hier ein geringes Anlagerisiko. Allen Netzbetreibern werde eine Rendite für Investitionen in den Erhalt und Ausbau von Netzen garantiert, die für Strom- und Gasnetze bei 9,29 Prozent für Neuanlagen und bei 7,56 Prozent für Altanlagen lägen.

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