Versorger
Vattenfall macht Weg für Netzverkauf frei

Der Aufsichtsrat des ostdeutschen Stromversorger hat den Vorstand zum Verkauf des Hochspannungsnetzes ermächtigt. Wichtige Details seien bereits geklärt. Allerdings muss der Käufer bestimmten Bedingungen zustimmen.
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HB BERLIN. Vattenfall wird sich als erster deutscher Stromversorger von seinem Netz trennen. Für 500 Millionen Euro soll dies an ein Konsortium aus Deutscher Bank, Allianz und Goldman Sachs gehen. Der Kaufpreis gilt als eine wichtige Vorbedingung. Der Aufsichtsrat fordert aber noch weitere. Der ostdeutsche Stromversorger Vattenfall kann sich nach Angaben aus Unternehmenskrisen als erster deutscher Energiekonzern von seinem Hochspannungsnetz trennen. Der Aufsichtsrat von Vattenfall Europe habe bei einer Sondersitzung am Montagabend den Vorstand zum Verkauf unter Bedingungen ermächtigt, sagten Unternehmensvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. In allen wichtigen Fragen sei sich der Vorstand aber bereits mit dem Käuferkonsortium aus Deutsche Bank, Allianz und Goldman Sachs einig. Der Kaufpreis soll demnach etwas über 500 Mio. Euro liegen.

So soll zum einen die Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter der Sparte Übertragungsnetz beibehalten werden - inklusiver bestehender Ruhestandsregelungen. Zum zweiten soll sich der Käufer verpflichten, in den nächsten zehn Jahren die nötigen Investitionen in das Netz umzusetzen. Dafür seien Beträge in Höhe von drei bis fünf Mrd. Euro nötig. Vattenfall wollte sich nicht zu der Sitzung und dem Beschluss äußern. Der Konzern hatte lediglich erklärt, der Verkaufsprozess solle bis Jahresende abgeschlossen sein.

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