Versorgern wurden Entgelte gekürzt
Regulierer verspricht niedrigere Strompreise

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, macht den Verbrauchern Hoffnungen auf sinkende Strompreise. „Das Drittel der Preise, das durch Netzkosten begründet wird, wird sinken und im Endeffekt muss sich dies in den Strompreisen niederschlagen“, sagte Kurth im Gespräch mit dem Handelsblatt. Geringere Kosten für die Netznutzung würden mögliche Steigerungen bei den Beschaffungskosten signifikant dämpfen.

DÜSSELDORF. Kurths Behörde hat am Montag weiteren Versorgern die Entgelte gekürzt, die diese von Konkurrenten für die Nutzung ihrer Netze verlangen. Die Bundesnetzagentur erkannte neun Prozent der Kosten, die der RWE-Konzern für sein Übertragungsnetz geltend gemacht hatte, nicht an. Der Antrag von Energie Baden-Württemberg (EnBW) wurde um acht Prozent gekürzt. Ein regionaler Netzbetreiber in Thüringen musste sogar eine Kürzung um 14 Prozent hinnehmen. Die Versorger müssen sich die Netzentgelte in diesem Jahr zum ersten Mal genehmigen lassen. Neue Anbieter hatten in der Vergangenheit zu hohe Entgelte als Hauptproblem auf dem deutschen Energiemarkt bezeichnet.

Ob die Strompreise nach dem harten Vorgehen der Bundesnetzagentur tatsächlich sinken, ist jedoch noch offen. Der Effekt lasse sich noch nicht abschätzen, erklärte RWE am Montag. Die Versorger haben zuletzt zudem auf die Anhebung der geplanten Mehrwertsteuer und gestiegene Brennstoffkosten in den Kraftwerken verwiesen. Staatliche Abgaben und Beschaffungskosten machen ebenfalls jeweils rund ein Drittel des Strompreises aus.

Chefregulierer Kurth zeigte angesichts der überhöhten Netzkosten Verständnis für den Unmut der Verbraucher über die hohen Strompreise: „Die Verbraucher haben die Art und Weise wie die Unternehmen ihre Netzkosten kalkulieren, immer zu recht als intransparent kritisiert.“

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