Versorgungs-Engpässe: Regierung gibt Entwarnung für Gaskunden

Versorgungs-Engpässe
Regierung gibt Entwarnung für Gaskunden

Heizung runterdrehen, Jacke anziehen: Dieses Szenario fürchten einige Verbraucher in Süddeutschland. Doch die Regierung gibt Entwarnung, die Strom- und Gasversorgung bleibe trotz der Engpässe aus Russland gesichert.
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BerlinDie Verbraucher in Deutschland müssen sich trotz der anhaltend klirrenden Kälte weiter keine Sorgen um die Versorgung mit Strom und Gas machen. „Die derzeitige Versorgungssituation mit Strom in Deutschland ist angespannt, aber stabil“, teilte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Sonntag in Berlin mit. „Dies gilt auch für den Gasbereich, wo kein Mengenproblem existiert, sondern ein Engpass im Netz beim Transport vom Norden in den Süden Deutschlands.“

Zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ berichtet, dass im Ministerium ein Krisenstab zur Sicherung der Energieversorgung einberufen worden sei. Dies sei falsch, hieß es im Wirtschaftsministerium. „Es ist vielmehr selbstverständlich, dass das Bundeswirtschaftsministerium bei der derzeitigen Lage im regelmäßigen Kontakt mit den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur steht. Das ist übliches Verwaltungshandeln.“ Das Ministerium sprach lediglich im Gasbereich von „wenigen lokalen Einzelfällen“, in denen Kunden nicht mit den vollen vertraglich vereinbarten Mengen beliefert worden seien. „Im Strommarkt wurden bisher noch keine Kunden einschränkende Maßnahmen ergriffen“, hieß es weiter.

Hauptgrund für die angespannte Lage ist nach Medienberichten die Kürzung von Gaslieferungen durch den russischen Energiekonzern Gazprom. Deswegen reduzierte laut „Wirtschaftswoche“ der deutsche Verteiler Open Grid Europe den Weitertransport Richtung Süddeutschland auf die vertraglich vereinbarte Mindestmenge. Als Folge davon habe die Gasversorgung Süddeutschland (GVS) die Belieferung ihrer Kunden einschränken müssen. Das Unternehmen habe seine Abnehmer „dringend“ darum gebeten, „alle zur Reduzierung ihres Bezugs aus dem Netz zur Verfügung stehenden Maßnahmen anzuwenden“.

Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns EnBW, Hans-Peter Villis, bestätigte der „Wirtschaftswoche“, dass „die Sicherheitsreserven sich dem Ende zuneigen“. Die Versorger müssten mächtig eingreifen, um Engpässe auszugleichen. Dank solcher Maßnahmen sei die Lage aber „noch sicher und stabil“.

Bei Strom gebe es bisher keine Einschränkungen bei Kunden, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Die „Welt am Sonntag“ berichtete, seit Dienstag fänden täglich Telefonkonferenzen mit den Netzbetreibern und der Netzagentur statt. Die Tagesberichte würden vertraulich behandelt. Dazu sagte die Sprecherin, es sei selbstverständlich, dass das Wirtschaftsministerium „bei der derzeitigen Lage im regelmäßigen Kontakt mit den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur steht“. Das sei übliches Verwaltungshandeln.

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  • Hinter den Kulissen scheint ein Spiel mit dem Feuer zu beginnen. Zukäufe hier , Sparmaßnahmen da. Da kann man nur froh sein das die Kältewelle dieses Jahr später anfing als in den letzten beiden Jahren.

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