Versprechen von Roels
RWE hält Spur

RWE-Chef Harry Roels will in seiner restlichen Amtszeit am eingeschlagenen Kurs festhalten. Er sehe sich nicht als „lahme Ente“ und wolle sich auch in den restlichen Monaten mit voller Kraft dem Unternehmen widmen. Dabei vertraut er auf sein bewährtes Erfolgsrezept.

juf/HB ESSEN. Zwei Tage nach der überraschenden Berufung des Stahlunternehmers Jürgen Großmann zu seinem Nachfolger betonte Roels auf der Bilanz-Pressekonferenz in Essen, dass er seinen bis Ende Januar 2008 laufenden Vertrag auf jeden Fall erfüllen und den Übergang „in absolut geordneten Bahnen“ vollziehen wolle. „Es ist für mich noch nicht vorbei“, betonte der Niederländer.

Er versprach, dass das Unternehmen auch in der Übergangszeit voll handlungsfähig sei. RWE werde weiter behutsam agieren, wolle vor allem organisch wachsen und habe bei Zukäufen in erster Linie kleine und mittelgroße Unternehmen im Visier.

Am Mittwoch hatte der Aufsichtsrat des Energiekonzerns einen Führungswechsel eingeleitet. Roels bekommt keine Vertragsverlängerung und wird Anfang Februar 2008 von Großmann ersetzt, der bereits im November in das Unternehmen eintritt. Am Finanzmarkt hatte die Personalie für Verunsicherung gesorgt. In den vergangenen zwei Tagen gab die RWE-Aktie um fast 5 Prozent nach. Heute legte sie allerdings beflügelt von überraschend guten Bilanzzahlen wieder deutlich zu.

Roels hat den Aktienkurs der RWE seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren vervierfacht. Entsprechend üppig fiel auch der Lohn aus: Im vergangenen Jahr hat Roels mehr als 15 Mill. Euro verdient. Im Geschäftsbericht für das Jahr 2006 werden neben einer festen Vergütung von knapp 3,9 Mill. Euro erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile von mehr als 11,3 Mill. Euro ausgewiesen. Für das laufende Jahr 2007 rechne er jedoch nur mit etwa einem Drittel dieser Gehaltssumme, sagte Roels.

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