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21.01.2008 

BB Medtech zählt im weiten Feld der Medizintechnik etwa 190 Einzelsegmente und schätzt, dass weltweit etwa 60 000 Unternehmen aktiv sind, darunter einige Hundert börsennotierte Firmen. Daneben gibt es eine sehr große Zahl kleiner privater Firmen, die sich auf Nischen-Produkte spezialisieren, aber gleichwohl international aktiv sind. Viele Bereiche zeichnen sich durch ein hohes Innovationstempo aus.

Die regulatorischen Hürden für neue Produkte wurden zwar auch in der Medizintechnik in den letzten Jahren nach oben geschraubt. Insgesamt sind Schrittinnovationen jedoch nach wie vor wesentlich leichter zu realisieren und die Zulassungsanforderungen deutlich niedriger als etwa im Arzneimittelbereich. Die Entwicklungs-Risiken in der Medizintechnik gelten daher als deutlich geringer als in der Pharmabranche, die derzeit mit einem Innovationsdefizit und zahlreichen Produktausfällen kämpft. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund haben sich in den vergangenen Jahren verstärkt Risikokapital- und Private-Equity-fonds in der Medizintechnik engagiert.

Eine zweite Antriebskraft hinter der Übernahmewelle war die Strategie von etablierten Medtech-Konzernen, ihre Produktprogramm und regionale Präsenz zu verstärken, wobei zum Teil beachtliche Preise gezahlt wurden. "Die Internationalisierung des Geschäfts hat für viele Firmen eine Riesenpriorität", so Rossi.

Zu den Schwerpunkten der Konsolidierung gehörte in den vergangenen beiden Jahren der Bereich Herzimplantate (Stents etc.), wo unter anderem Boston Scientific und Abbott stark zukauften, zum anderen die Diagnostika-Industrie, wo sich große Elektrotechnik-Konzerne wie Siemens, GE und Philips mit großen Zukäufen deutlich verstärkten, indem sie über ihre angestammten Arbeitsgebiete im Bereich der Bildgebenden Diagnostik hinaus expandierten, etwa in den Bereich der Invitro-Diagnostik oder der Atemwegstechnik.

Lesen Sie weiter auf Seite: Vier Fragen an: Peter Borges

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