Versteigerung
Guthaben des Yukos-Konzerns kommt unter den Hammer

Eine Tochterfirma des russischen Staatsunternehmens Rosneft hat die Anteile des zerschlagenen Erdölkonzerns Yukos an Rosneft erworben. Die 9,44 Prozent, die am Dienstag in Moskau versteigert wurden, bleiben damit im Hause Rosneft und stärken den staatlichen Einfluss auf das russische Erdölgeschäft. Bald schon sollen weitere Yukos-Guthaben versteigert werden.

HB MOSKAU. Bei der Versteigerung war der schärfste Konkurrent des erfolgreichen Bieters Raswitije ein internationales Konsortium unter Beteiligung der britischen BP. Rosneft ist inzwischen die Nummer drei unter den russischen Erdölproduzenten.

Weitere Yukos-Guthaben sollen am 4. April versteigert werden. Es wird erwartet, dass das Staatsunternehmen Gazprom hier das Rennen machen wird. Gazprom ist bereits der größte Gasproduzent der Welt und ist den letzten Jahren verstärkt auch ins Ölgeschäft eingestiegen.

Der Yukos-Konzern wurde im vergangenen Jahr offiziell für bankrott erklärt. Sein Gründer Michail Chodorkowski wurde bereits 2004 wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu acht Jahren Haft verurteilt. Kritiker sprachen von einem politisch motivierten Prozess, da Chodorkowski die Parteien der Opposition gegen Präsident Wladimir Putin finanziell unterstützte.

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