Versteigerung von Teilen des russischen Ölkonzerns
Deutsche an Yukos-Beteiligung kaum interessiert

Deutsche Energieunternehmen werden sich voraussichtlich nicht an der Versteigerung von Teilen des russischen Ölkonzerns Yukos beteiligen. Die BASF-Öltochter Wintershall winkte am Mittwoch ab. Eon äußerte sich selbst nicht dazu - Branchenkenner halten ein Engagement von Deutschlands Branchenprimus aber für äußerst unwahrscheinlich.

HB DÜSSELDORF. „Die Wintershall beteiligt sich nicht an der Auktion von Yukanskneftegaz“, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Kassel. In russischen Medien war darüber spekuliert worden, dass ein mit dem dortigen Gasriesen Gazprom freundschaftlich verbundenes ausländisches Unternehmen im Namen von Gazprom bei der voraussichtlich im November stattfindenden Auktion des Yukos-Kerngeschäfts mitbieten könnte.

Wintershall und Gazprom betreiben seit Jahren das Joint-Venture Wingas, in dem sie russisches Erdgas in Deutschland und Europa verkaufen. Kapitalmäßig sind beide Unternehmen nicht verbunden. Das ist bei Eon anders. Der Konzern ist mit 6,5 % am größten russischen Unternehmen beteiligt. Über die Tochter Ruhrgas bestehen jahrzehntelange enge Geschäftskontakte. Ein Eon-Sprecher wollte sich am Mittwoch nicht zu einem angeblichen Einstieg bei Yukos oder einer möglichen Hilfestellung für Gazprom äußern. „Kein Kommentar zu Spekulationen“, sagte Sprecher Christian Drepper.

Gerüchte über einen Gazprom-Einstieg bei Yukos hatten die Yukos-Aktien zuletzt stark unter Druck gesetzt. Anleger befürchteten, der russische Staat, der über knapp 40 % der Anteile bei Gazprom kontrolliert, wolle sich auf diese Weise auch einen direkten Zugriff auf Yukos verschaffen. Am Mittwoch brach die Yukos-Aktie erneut um fast 20 % ein. Die Aktien von Eon und BASF wurden am Nachmittag in Einklang mit dem Gesamtmarkt schächer gehandelt.

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