Verträge sind bereits unterschrieben
Bosch verkauft seine Breitbandnetze

Der Stuttgarter Autozulieferer Robert Bosch verkauft seinen Bereich Breitbandnetze an den Kabelnetzbetreiber ewt.

HB AUGSBURG. Die beiden Unternehmen hätten entsprechende Verträge zu der Transaktion unterschrieben, teilte die in Augsburg ansässige ewt am Freitag mit. Durch den Zukauf baue der Kabelnetzbetreiber seine Position auf dem deutschen Kabelmarkt weiter aus.

„Damit haben wir eine solide Basis geschaffen für den Konsolidierungsprozess in der Kabelbranche,“ sagte ein ewt-Sprecher. Er machte keine Angaben zum Kaufpreis. Über den Verkauf der Sparte hatte Bosch zeitweise exklusiv mit dem ewt-Konkurrenten Telecolumbus verhandelt. Der Unternehmenswert der Bosch Breitbandnetze GmbH war damals auf 350 Millionen Euro taxiert worden.

Bosch hatte die Breitband-Sparte, die im vergangenen Jahr 162 Millionen Euro umgesetzt und 14 Millionen Euro verdient hatte, im Frühjahr zum Verkauf gestellt. Das Unternehmen wollte damit nach eigenen Angaben die notwendigen Investitionen in die Modernisierung und Digitalisierung der Netze umgehen, die sich erst von einer gewissen Größe an lohnten.

Die in Berlin ansässige Bosch Breitbandnetze GmbH gehört zu den größten deutschen Kabelnetz-Betreibern auf der so genannten Netzebene 4, die für den direkten Zugang zum Endkunden sorgt.

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