Vertrag mit Brilliance
BMW verlängert China-Kooperation

Der deutsche Autobauer BMW bleibt im wichtigsten Automarkt der Welt seinem Partnerunternehmen treu. Der Joint-Venture-Vertrag mit dem chinesischen Autohersteller Brilliance wurde um zehn Jahre verlängert.
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PekingBMW verlängert die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autobauer Brilliance bis ins Jahr 2028. Der Münchner Hersteller, der seit 2003 mit den Chinesen die Gemeinschaftsfirma BBA betreibt und in der Volksrepublik mehrere Modelle fertigt, bestätigte die Fortsetzung der Partnerschaft, wollte aber keine Details nennen. Zuletzt hatten die Autobauer eine stärkere strategische Kooperation anvisiert. Auch Brilliance wollte sich nicht äußern. In China, dem größten Pkw-Markt der Welt, müssen ausländische Autohersteller mit einem einheimischen Konkurrenten zusammenarbeiten.

Wie die „Welt“ berichtete, stimmten die chinesischen Behörden der Vertragsverlängerung von BMW und Brilliance bereits zu. Damit sei die Fortsetzung der Partnerschaft sehr frühzeitig unter Dach und Fach gebracht worden, denn der aktuell gültige Vertrag laufe erst 2018 aus. BMW und Brilliance produzieren in zwei gemeinsamen Pkw-Werken in China die Modelle 3er, 5er und X1. Die Münchner setzen auf dem größten Automarkt der Welt fast ein Fünftel ihrer verkauften Fahrzeuge ab. Seit 2012 bauen sie gemeinsam mit Brilliance vor Ort auch Motoren; dafür wird derzeit eine neue Fabrik hochgezogen. Die Motorenfertigung in dem neuen Werk soll 2016 starten, ursprünglich war dies für 2015 geplant.

BMW profitiert wie die Konkurrenz davon, dass westliche und insbesondere deutsche Automarken in China nach wie vor reißenden Absatz finden. So lässt sich auch die Schwäche auf dem europäischen Heimatmarkt ausbügeln. In China sind die Aussichten für die Pkw-Hersteller trotz langsameren Wirtschaftswachstums glänzend. In der Oberklasse erwarten Experten sogar noch mehr Tempo als im Massensegment. China gilt deshalb als Schlüsselmarkt im Kampf um die Spitzenposition im Premiumsegment, die BMW seit langem besetzt.

Unangefochtener Platzhirsch auf dem chinesischen Automarkt ist indes die VW -Tochter Audi, die 2013 knapp eine halbe Million Fahrzeuge in der Volksrepublik verkaufte. Die Münchner folgten mit einem Absatz von fast 400.000 Wagen der Marken BMW und Mini. Der Stuttgarter Rivale Mercedes war zuletzt weit abgeschlagen, auch wegen hausgemachter Probleme, holt aber zusehends auf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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