Vertrag mit Chery besiegelt
Chinesen bauen kleinen Chrysler

Nach langem hin und her hat sich der chinesische Autobauer Chery mit dem US-Konkurrenten Chrysler auf die gemeinsame Fertigung eines Kompaktfahrzeugs in China geeinigt. Der Wagen könnte in naher Zukunft auch auf deutschen Straßen rollen.

PEKING. Wie ein Chrysler-Sprecher am Dienstag bestätigte, soll die Partnerschaft am Mittwoch in Peking offiziell besiegelt werden. Da die Zeremonie im Pekinger Staatsgästehaus stattfindet, bedeutet dies, dass die chinesische Regierung als Miteigentümer von Chery ihre Zustimmung erteilt hat. Chrysler-Chef Tom LaSorda wird zu der Veranstaltung nach Peking reisen.

Nach der bereits im vergangenen Herbst eingefädelten Partnerschaft soll Chery für Chrysler Kleinwagen in China bauen, die zunächst in Nordamerika, später auch in Europa verkauft werden sollen. Erstmals werden damit in großer Stückzahl in der Volksrepublik gefertigte Autos für eine internationale Automarke auf Auslandsmärkte kommen. Amerika ist der größte Automarkt der Welt.

Die Vereinbarung sollte eigentlich schon im März unterzeichnet werden. Der Verkauf von Chrysler an die Investmentgesellschaft Cerberus hatte das Projekt jedoch verzögert, sogar in Frage gestellt. Chery hatte darum nicht – wie ursprünglich geplant – das erste Modell für Chrysler auf der Automesse in Schanghai gezeigt.

Chrysler hatte zuletzt erklärt, dass trotz der Trennung von Daimler alle Projekte in China wie geplant umgesetzt werden sollen. Spekuliert wird, dass der Kleinwagen von Chery unter der Chrysler-Marke Dodge auf den US-Markt kommen soll. Die Marke will ab November erstmals auch Fahrzeuge auf dem chinesischen Markt verkaufen.

Angaben zu den Vertragsdetails wurden nicht gemacht. Angeblich darf Chrysler jedes Chery-Modell in Nordamerika oder Europa unter eigener Marke vermarkten. Zudem kann der US-Autobauer auch Pläne für ein Auto liefern, das dann in China bei Chery gebaut wird.

Die Partnerschaft mit Chery bezieht sich nur auf Chrysler, nicht auf Mercedes-Benz. Die beiden Daimler-Töchter bauen in einer neu errichteten Fabrik in Peking seit gut einem Jahr Autos für China.

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