Vertrag wird 2005 besiegelt
Aufklärungsflugzeuge für die Nato von EADS

Einen milliardenschweren Auftrag über Aufklärungsflugzeuge will die Nato an ein Konsortium um den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS vergeben. Die Verträge dafür werden Anfang 2005 unterzeichnet. Damit sticht EADS eine Bietergruppe um den US-Konzern Raytheon aus.

HB BRÜSSEL/MÜNCHEN. Die Mitgliedsstaaten hätten eine vorausgegangene, vorläufige zentrale Entscheidung des Verteidigungsbündnisses befürwortet, teilte die Nato am Freitag in Brüssel mit. Früheren Angaben aus Branchenkreisen zufolge hat das von der EADS vorgelegte Angebot ein Auftragsvolumen von insgesamt rund vier Milliarden Euro. „Diese zentrale Entscheidung ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg hin zur Realisierung operativ essenzieller Fähigkeiten der Nato“, teilte das Sicherheitsbündnis mit.

„Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung“, sagte ein EADS-Sprecher, lehte aber Angaben zu finanziellen Details der Offerte zunächst ab. Weitergehende Informationen würden in der kommenden Woche mitgeteilt. Das EADS-Konsortium umfasst Northrop Grumman, General Dynamics Canada, Thales, Indra sowie Galileo Avionica.

Die überwiegend in Frankreich gehandelte, aber auch im MDax gelistete EADS-Aktie konnte von der Nachricht zunächst nicht profitieren. Sie notierte am späten Nachmittag in Frankfurt mit 19,15 Euro um 2,2 Prozent im Minus und schnitt damit deutlich schlechter als der Gesamtmarkt ab.

Die Nato will die Flugzeuge zusammen mit Drohnen sowie Bodenstationen ab dem Jahr 2010 einsetzen.

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